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Gesteuerter Hochmomentschrauber für kritische Schraubverbindungen

| Redakteur: Frauke Finus

Desoutter stellt mit dem ERP-Hochmomentschrauber einen gesteuerte Elektroschrauber mit Drehmoment- und Drehwinkelsensor vor. Er eignet sich für alle kritischen Verbindungen im hohen Drehmomentbereich, bei denen es auf Taktzeit und Rückverfolgbarkeit ankommt. Dabei lassen sich pro Werkzeug bis 50 Schraubfälle programmieren.

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Der gesteuerte Hochmomentschrauber ERP High Torque ist mit Drehmoment- und Drehwinkelsensor ausgestattet. Er eignet sich für alle kritischen Verbindungen im hohen Drehmomentbereich.
Der gesteuerte Hochmomentschrauber ERP High Torque ist mit Drehmoment- und Drehwinkelsensor ausgestattet. Er eignet sich für alle kritischen Verbindungen im hohen Drehmomentbereich.
(Bild: Desoutter)

Der gesteuerte ERP HT ist in fünf Leistungsstufen verfügbar; er eignet sich für Drehmomente zwischen 75 und 1700 nm. Als Zielmärkte hat der Hersteller vor allem die Land- und Baumaschinenproduktion, aber auch den allgemeinen Maschinenbau im Blick. Für sie gilt seit Anfang 2015 die VDI 2862 Blatt 2.

Schnelle Verschraubung

Um Montageprozesse an sicherheitskritischen Schraubverbindungen im hohen Drehmomentbereich abzusichern, sei das Werkzeug ein idealer Baustein, meint Produktmanager Michael Loosen. „Mit dem neuen ERP HT können unsere Kunden nicht nur besonders genau und ergonomisch montieren, sondern vor allem ihre Produktivität deutlich steigern“, verspricht er. Denn durch seine sehr hohe Drehzahl verschraube das Tool um rund 80 % schneller als vergleichbare Werkzeuge. Ein Nachknicken entfällt, wodurch weniger Werkzeuge und Operationen in der Montage erforderlich sind. „Darüber hinaus benötigt der ERP High Torque deutlich weniger Energie als ein Druckluftschrauber gleicher Leistung“, betont Loosen.

Zwei Sensoren bringen hohe Sicherheit

Dieses Mehr an Produktivität erhält der Nutzer nach Unternehmensangaben ohne Kompromisse bei der Qualität machen zu müssen. Die im Schrauber integrierten Drehmoment- und Drehwinkelsensoren stellen sicher, dass der Werker die jeweilige Schraube immer exakt mit den programmierten Parametern anzieht, heißt es weiter. Verschraubt wird zunächst in der Einfädelstufe mit kleiner Drehzahl, gefolgt von einem schnellen Eindrehen bis auf das programmierte Endmoment. Durch die Drehwinkelüberwachung werden falsch angesetzte Schrauben oder Gewindefresser zuverlässig erkannt und umgehend an den Werker rückgemeldet.

Ordnungsgemäße Verschraubungen quittiert das System in Echtzeit; sie lassen sich zudem auf dem Display der zugehörigen CVIR II-H4 Steuerung von Desoutter nachvollziehen. Eine farbige, frei konfigurierbare LED-Anzeige am Werkzeug informiert darüber, ob sich der Schrauber im Arbeits-, im Löse-Modus oder im Leerlauf befindet.

Ergonomischer Handgriff und integrierte Schraubstellenbeleuchtung

Während des Schraubprozesses profitiert der Mitarbeiter von der ergonomischen Gestaltung des ERP High Torque. „Der Hochmomentschrauber arbeitet nicht nur besonders geräusch- und schwingungsarm, sondern entlastet den Werker durch diverse konstruktive Feinheiten“, erklärt Loosen. Das Gehäuse ist in der Schutzart IP54 ausgelegt. Das Tool hat einen kontaktlosen Starttaster, Soft-PVC-Stoßschutz und einen besonders ergonomischen Handgriff. Um die hohen Reaktionskräfte im Einsatz abzufangen, ist das Werkzeug mit einem Gegenhalter ausgestattet. Der vordere Getriebeteil des Hochmomenters lässt sich um 360° frei schwenken. Dadurch kann der Gegenhalter immer in die beste Position gebracht werden, die ein reaktionsfreies Arbeiten sicherstellt. Der einstellbare Kabelgang verhindert Stolperstellen und unterstützt eine optimale Arbeitsposition, indem er beispielsweise bei aufgehängtem Werkzeug nach oben hin ausgerichtet werden kann. Die integrierte Schraubstellenbeleuchtung erleichtert das Finden der Schraubstelle und verhindert, dass das Bauteil beschädigt wird.

Über 50 Schraubfälle programmierbar

Programmiert wird der Schrauber über die in der Branche verbreitete Software CVIPC2000 von Desoutter. Mehr als 50 Schraubfälle können für ein Werkzeug hinterlegt werden. Auf diese Weise lassen sich die Montagestationen mit dokumentationspflichtigen Verschraubungen bestmöglich organisieren und die Ergebnisse der Verschraubung zeitnah in Form von Tabellen oder Kurven überprüfen. Die Schraubdaten werden über die zugehörige Steuerung gesammelt. Diese kommuniziert via Ethernet mit dem Firmenserver, wo die Daten mit der CVI-Net-Web-Software des Herstellers archiviert, analysiert, statistisch aufbereitet und in Berichtsform gedruckt werden können. Darüber hinaus ordnet das Programm einem Werkzeug bei Bedarf via Barcode alle ausgeführten Schraubverbindungen zu und kann diese als Liste zur Verfügung stellen. Die Steuerung ist vorbereitet für die Schutzart IP54 und somit für die Montage in der Fabrik und für Wartungsaufgaben im Feld gleichermaßen geeignet.

Das Desoutter-Service-Team unterstützt den Anwender auf Wunsch bei der Installation und der Inbetriebnahme des ERP High Torque, organisiert Trainings und übernimmt die vorbeugende Wartung, die Justage und die regelmäßig anstehenden Maschinenfähigkeitsuntersuchungen an den Hochmomentschraubern.

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