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Betriebliches Gesundheitsmanagement Gesundheitsmanagement 4.0 heißt Entspannung im Büro

Autor / Redakteur: Jost Sagasser / M.A. Frauke Finus

Der 4.0-Wandel der Arbeitswelt führt auch zu einem Wandel der Belastung im Arbeitsalltag. Audiovisuelle Entspannungssysteme im Rahmen eines betriebliches Gesundheitsmanagements (BGM) helfen dabei, Stress, Unruhe und Leistungsabfall zu reduzieren.

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Audio-visiulle Reize führen zur Entspannung auf Knopfdruck.
Audio-visiulle Reize führen zur Entspannung auf Knopfdruck.
(Bild: Brainlight)

Die Arbeitswelt 4.0 stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen, die oftmals mit erhöhtem Stress verbunden sind. Stress stellt dabei ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen der Umwelt und den persönlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Ressourcen des Individuums dar. Ein Leben mit chronischem Stress zehrt an den körperlichen und psychischen Energiereserven und führt in Folge zu Unruhe, Leistungsabfall oder depressiven Störungen.

Menschen fühlen sich zunehmend gestresster

Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zur Stresslage der Nation im Jahre 2013 zeigt, dass bereits sechs von zehn Menschen ihr Leben als stressig empfinden. Jeder zweite Erwachsene gibt an, dass er mehr unter Druck steht als noch vor einigen Jahren. Jeder Fünfte gibt sogar an, dass er unter Dauerstress leidet. Die täglichen Herausforderungen scheinen die Menschen zunehmend zu belasten und krank zu machen. Vor allem der Spagat zwischen Job, Familie, Hobbys und Freunden wird als schwierig empfunden.

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Die Daten der gesetzlichen Krankenkassen belegen die steigende Relevanz psychischer Erkrankungen. Seit Jahren steigt die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen deutlich an. Alleine in den letzten sieben Jahren gab es einen Anstieg um mehr als 97 %. Der BKK Gesundheitsreport 2014 bestätigt, dass psychische Erkrankungen, welche vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, heute bereits die zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibung beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit darstellen. Insgesamt kosten kranke Mitarbeiter in Deutschland mit jährlich rund 225 Mrd. Euro inzwischen fast ein Zehntel der Wirtschaftskraft

Präventionsgesetz soll die lang ersehnte Wende bringen

Für den BGM-Experten Benjamin Klenke, der die BGM-Abteilung der Brainlight GmbH leitet, war es daher höchste Zeit, dass mit dem Präventionsgesetz, das am 01.01.2016 in Kraft getreten ist, ein deutliches und wichtiges Signal zur Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung gesetzt wurde. Denn laut Klenke sind sowohl die Überalterung unserer Gesellschaft als auch die durch verschiedene Phänomene wie die zunehmende Digitalisierung entstehenden Erkrankungen längst eine essentielle Herausforderung unserer Gesellschaft. Moderne Unternehmen haben dies bereits erkannt und nutzen gezielt ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement, um die Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und die Mitarbeiterbindung zu stärken. Der BGM-Experte verrät, dass das Gesamtbudget der Kranken- & Pflegekassen für primärpräventive und gesundheitsförderliche Leistungen durch das neue Gesetz damit jährlich etwa 511 Mio. Euro beträgt, was eine Verdopplung darstellt. Daher lohnt es sich, bei den Krankenkassen nach Unterstützung zu fragen.

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