Werkzeugmaschinen Gildemeister will sich in DMG Mori Seiki umbenennen

Redakteur: Stéphane Itasse

Der Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister AG, Bielefeld, vertieft seine Kooperation mit der japanischen Mori Seiki Co. Ltd., Nagoya. Laut einer neuen Kooperationsvereinbarung sollen die Aktionäre beider Unternehmen einer Umbenennung zustimmen. Außerdem wollen Gildemeister und Mori Seiki ihre wechselseitige Verflechtung erhöhen, wie der deutsche Hersteller mitteilt.

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Der Gildemeister-Vorstandsvorsitzende Dr. Rüdiger Kapitza und Mori-Seiki-Chairman Masahiko Mori traten schon bisher gerne gemeinsam auf – jetzt sollen die Unternehmen noch enger kooperieren.
Der Gildemeister-Vorstandsvorsitzende Dr. Rüdiger Kapitza und Mori-Seiki-Chairman Masahiko Mori traten schon bisher gerne gemeinsam auf – jetzt sollen die Unternehmen noch enger kooperieren.
(Bild: Fouhy)

Laut der neuen Kooperationsvereinbarung soll die Beteiligung von Mori Seiki an Gildemeister auf 24,9 % der stimmberechtigten Aktien (berechnet auf Grundlage des Grundkapitals abzüglich der von Gildemeister gehaltenen 1.805.048 eigenen Aktien und entsprechend einer Beteiligung in Höhe von 24,33 % des gesamten Grundkapitals) zeitnah aufgestockt werden. Gildemeister habe im Gegenzug das Recht, seine Beteiligung an Mori Seiki auf 10,1 % zu erhöhen.

Mori Seiki erhöht Anteil an Gildemeister über Kapitalerhöhung

Die Erhöhung der Beteiligung von Mori Seiki an Gildemeister werde voraussichtlich im Wege einer Kombination aus Sach- und Barkapitalerhöhung erfolgen. Dazu soll Mori Seiki in einem ersten Schritt Anteile an Unternehmen in den Märkten USA und Japan einbringen und hierfür insgesamt bis zu 3.247.162 neue Gildemeister-Aktien (bis zu rund 5,40 % des bestehenden Grundkapitals) aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erhalten. Mori Seiki erhöhe damit seine Beteiligung auf bis zu 24,9 % der stimmberechtigten Aktien (entsprechend einer Beteiligung in Höhe von bis zu 24,19 % des dann bestehenden gesamten Grundkapitals).

In einem zweiten Schritt können sich alle Aktionäre an einer Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht beteiligen, um so auch weiterhin an der Gildemeister-Entwicklung zu partizipieren. Mori Seiki beabsichtige, im Rahmen der Kapitalerhöhung seine Bezugsrechte voll auszuüben und gegebenenfalls in geringem Umfang weitere Aktien zu erwerben, und so die Beteiligung von 24,9 % der stimmberechtigten Aktien (entsprechend 24,33 % des dann bestehenden gesamten Grundkapitals) aufrechtzuerhalten. Der Gesamtumfang beider Kapitalerhöhungen wird laut Gildemeister 30 % des derzeit bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten.

Kartellbehörden müssen der vertieften Kooperation von Gildemeister und Mori Seiki noch zustimmen

Die Kooperationsvereinbarung sieht daneben die Etablierung eines paritätisch besetzten Joint Committees zur Abstimmung der weiteren Intensivierung der Partnerschaft vor. Des Weiteren sei beabsichtigt, die beidseitigen Firmennamen in „DMG Mori Seiki Aktiengesellschaft“ beziehungsweise „DMG Mori Seiki Co., Ltd.“ anzugleichen. Gildemeister kündigte an, auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung 2013 seine Aktionäre um Zustimmung zur Änderung des Firmennamens zu bitten.

Beide Unternehmen seien sich einig, dass die geplanten Maßnahmen wichtige Meilensteine in der langfristigen Unternehmensstrategie der Unternehmen darstellen, um ihre Aktivitäten weiter zusammenzuführen. Die geplante Vertiefung der Kooperation einschließlich der damit in Zusammenhang stehenden, genannten Maßnahmen stünden wegen des damit einhergehenden Kontrollerwerbs im kartellrechtlichen Sinne unter dem Vorbehalt der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden.

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