„See-Thru“-AR-Brille

Google-Glass-Durchblick zum Kampfpreis

| Redakteur: Jürgen Schreier

See-Thru: keine Kamera, keine Datenschutzsorgen – verspricht der französisch-kalifornische Hersteller Laster.
See-Thru: keine Kamera, keine Datenschutzsorgen – verspricht der französisch-kalifornische Hersteller Laster. (Bild: Laster)

Laster Technologies sammelt derzeit Crowdfunding-Unterstützung für die AR-(Augmented Reality)-Brille „See Thru“. Der Hersteller verzichtet auf den Einbau einer Kamera, um Datenschutzbedenken im Keim zu ersticken.

Im Gegensatz zur Google-Datenbrille ist See Thru auf die Rechenleistung eines normalen Smartphones angewiesen, lockt aber im Rahmen der Kickstarter-Kampagne mit einem relativ niedrigen Preis ab 349 Dollar. Bereits im April 2014 will Laster die ersten Geräte ausliefern.

Schwerpunkt liegt auf kontextsensitiven AR-Anwendungen

See Thru verspricht die Möglichkeit, beispielsweise Textnachrichten oder Informationen aus dem Internet direkt im Blickfeld anzuzeigen. Ähnlich wie bei Google Glass liegt ein Schwerpunkt natürlich auf kontextsensitive AR-Anwendungen. Zum Angebot zählt unter anderem eine Navigations-App für das Autofahren. Zur Positionsbestimmung nutzt das Gerät GPS sowie Bewegungs- und Richtungssensoren, was nach Angaben von Laster-CEO Zile Liu gegenüber Venture Beat ohnehin einen genaueren Standort liefert als Objekterkennung per Kamera.

In Ermangelung einer Kamera wird See Thru funktionell nicht ganz mit Google Glass mithalten können - die dort in Aussicht gestellte AR-Echtzeitübersetzung geschriebener Worte ist beim Laster-Modell nicht denkbar.

See Thrun spioniert nicht

Doch soll die Brille dank Kamera-Verzicht in Sachen Privatsphäre punkten. Schließlich hat Google Glass aufgrund der Möglichkeit, heimlich die Umgebung aufzunehmen, massive Datenschutzbedenken hervorgerufen. Denn Apps wie die Gesichtserkennung „Nametag“ sind technisch möglich - wenngleich Google eine Veröffentlichung gerade von Gesichtserkennungs-Tools bislang ausgeschlossen hat.

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