TE Connectivity / Raziol Gut geölt ist halb gewonnen – Präzision als Schlüssel zum Erfolg

Autor M.A. Frauke Finus

TE Connectivity fertigt Verbindungslösungen und Sensoren, die in einer zunehmend vernetzten Welt eine Schlüsselrolle einnehmen. Bei der Fertigung von Stanzteilen für die Automobilindustrie verbessert TE die Prozesse mit einer speziell hierfür entwickelten Präzisionsdosiereinheit von Raziol, die so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich Schmierstoff an die zu beölenden Teile abgibt

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Liebevoll „Benjamin“ getauft, da speziell für TE in einem besonders kleinen Format gebaut, damit er in die Einhausung der Stanzautomaten passt, sorgt die Raziol-Präzisionsdosiereinheit dafür, dass so viel Öl wie nötig, aber so wenig wie möglich aufgetragen wird.
Liebevoll „Benjamin“ getauft, da speziell für TE in einem besonders kleinen Format gebaut, damit er in die Einhausung der Stanzautomaten passt, sorgt die Raziol-Präzisionsdosiereinheit dafür, dass so viel Öl wie nötig, aber so wenig wie möglich aufgetragen wird.
(Bild: TE Connectivity)

Werner Röschinger, Manager Stamping EMEA (Europe, Middle East & Africa) bei TE Connectivity (TE) in Wört, ist stolz auf das, was in der Stamping Abteilung Automotive EMEA geleistet wird. Beim Rundgang durch die Stanzabteilung in Wört wird für Werksbesucher dann auch schnell klar, dass er mit vollem Recht stolz sein kann. Sagenhafte 135 Stanzautomaten zählt der Standort Wört, aufgeteilt in drei Abteilungen – das ist nicht nur in Zahlen beeindruckend, sondern versetzt Besucher beim Anblick der Fertigungshallen geradezu ins Staunen. Ein Stanzautomat neben dem anderen ist fein säuberlich aufgereiht. Von den 1000 Stanztautomaten weltweit in der TE Welt sind zwei Drittel von einem Schweizer Stanzspezialisten.

Die Stanzerei in Wört gehört zum Geschäftsbereich Automotive EMEA, in dem europaweit 360 Stanzautomaten eingesetzt werden, die jährlich im zweistelligen Milliardenbereich Teile produzieren. Viele davon liefern mit einem Hub zwei Teile, und das bei 1000 Hüben pro Minute und einer 100%-Qualitätskontrolle. Wird ein Teil als fehlerhaft erkannt, bleibt der Stanzautomat stehen. Der betreffende Abschnitt des Bandes wird herausgeschnitten und das Band wieder zusammengeschweißt.

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Fast 100 Mitarbeiter versorgen von Wört aus global die TE Welt mit selbst entwickelten und selbst gefertigten Werkzeugen. Die TE Welt, das erklärt Patrick Ehrmann Abteilungsleiter bei TE in Wört so: „Alles, was Elektronik ist, ist bei TE vereint.“ Spätestens jetzt wird endgültig klar, in welcher Dimension TE als Global Player am Markt agiert. Der Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2015 bei über 12 Mrd. Dollar. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Verbindungs- und Sensorentechnik. Ohne Steckverbinder von TE würde kaum ein elektronisches Bauteil funktionieren, nicht nur im Auto auch zum Beispiel in der Unterhaltungselektronik, in der Luftfahrt oder in der Medizintechnik. Automotive ist die bedeutendste Sparte von TE, die am Puls des Fortschritts die spannende Zukunft mitgestaltet. Denn: Mobilität steht vor einem radikalen Wandel, bei dem das Sammeln und Verwenden von Daten, Miniaturisierung und Umweltfreundlichkeit sehr wichtige Themenfelder sind. TE Technologien verbinden nahezu jede elektronische Funktion im Fahrzeug – von Sicherheitslösungen über neue Hochstromverbraucher bis zum Infotainment. Gemeinsam mit führenden Unternehmen und Organisationen der Branche definiert TE weltweite Standards der Fahrzeugvernetzung, die zum Beispiel bedeutend für die E-Mobilität und autonomes Fahren sind.

Kein Auto auf der Welt ohne Steckverbinder

TE wäre nicht da, wo das Unternehmen mit Firmensitz im schweizerischen Schaffhausen ist, „wenn nicht der höchste Anspruch, den wir haben, die Qualität wäre“, so Daniel Weigel TEOA Site Leader Wört. Der PPM-Wert, der den Ausschuss auf eine Million Teile angibt, liegt im Stanzbereich bei unter 0,5. Man kann TE als überaus innovativ bezeichnen. Immer mehr Elektrifizierung und immer mehr Miniaturisierung fordern immer neue Lösungen, eine Herausforderung, der man sich besonders am Standort im südhessischen Bensheim stellt. „Hier ist unser Entwicklungsstandort schlechthin. Dort werden nicht nur Produkte entwickelt, sondern auch in unserem Test Competence Center gemessen und geprüft“, erklärt Martin Grum Produktionsleiter bei TE in Wört im Gespräch mit Blechnet. Zum Beispiel sollte ein sicherheitsrelevantes Bauteil im Airbag im Testlabor sowohl noch bei - 80° C als auch bei + 80° C funktionieren.

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In den TE Werken Wört und im benachbarten Dinkelsbühl durchlaufen die Teile in der Regel vier Produktionsschritte, bevor sie an den Kunden gehen: die Stanzerei, die Kunststoff-Spritzerei, die Galvanik und die Assemblage. In die Galvanik wurde kräftig investiert, erklärt Andreas Lutz Site Manager Wört/Dinkelsbühl mit Stolz, erst in diesem Sommer sind die ersten der geplanten zehn neuen Linien eröffnet worden, die bis spätestens 2018 vollzählig sein sollen. TE besitzt eine entsprechend hohe Fertigungstiefe. Neben Standardbauteilen werden auch viele kundenspezifische Produkte gefertigt, bei denen TE seine Kunden häufig schon in der Entwicklungsphase unterstützt.

So viel Öl wie nötig, aber so wenig wie möglich

In der Stanzerei gehörten bis vor einiger Zeit Sprühsysteme zum Equipment. „Das war früher die gängige Peripherie. Doch der Nachteil ist die schlechte Reproduzierbarkeit und der hohe Ölverbrauch. Das ist schädlich für Umwelt sowie Mitarbeiter und ist zudem kostenintensiv“, zeigt Martin Grum auf. Der versprühte Nebel wird auf dem Band wieder zum kugeligen Tropfen, der abgestreift wird, statt innerhalb des Werkzeugs zu beölen. Eine Lösung der Raziol Zibulla & Sohn GmbH aus Iserlohn schafft hier nun Abhilfe. Liebevoll „Benjamin“ getauft, da speziell für TE in einem besonders kleinen Format gebaut, damit er in die Einhausung der Stanzautomaten passt, sorgt die Raziol Präzisionsdosiereinheit dafür, dass so viel Öl wie nötig, aber so wenig wie möglich, genau an der richtigen Stelle im Werkzeug auf das Band aufgetragen wird. Der Rollenbandöler liegt hierfür vollflächig auf dem Band auf und versorgt das Material über Filzwalzen mit Schmierstoff.. Das Pumpendosiersystem der vorgeschalteten Präzisionsdosiereinheit ermöglicht einen präzisen und reproduzierbaren Schmierstoffauftrag. Außerdem ist eine Dokumentation des Ölverbrauchs möglich. „Öleinsparungen können so erreicht werden. Präzision, Reduktion und Dokumentation durch die Präzisionsdosiereinheit ermöglichen eine vollständige Prozesskontrolle und Qualitätssicherung von Schmierstoff-Verbrauchsmengen.

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Es können Mengeneinstellungen im Nanoliter-Bereich vorgenommen werden“, erklärt Herr Georg-Gisbert Zibulla von der Raziol Geschäftsführung. Außerdem spart man in der Stanzabteilung bei TE nun auch Zeit. Früher hat sich zum Beispiel der Ölnebel auf die integrierten Laser abgesetzt, die dann in regelmäßigen Abständen gereinigt werden mussten. Und es entfallen durch die Abstimmung der eingesetzten Ölmenge auf die prozessbedingt erforderlichen Ölmengen und die exakte Einstellung von Auftragsmengen je Schmierstelle auch die kosten- und zeitintensiven Nachfolgeprozesse für die Entfettung. Die Präszisionsdosiereinheit ist speziell für TE neben der kompakteren Größe auch mit Sonderanschlüssen ausgestattet. Seit diesem Jahr gehört der „Benjamin“ mit einem OPC-UA-Schnittstellenanschluss dann auch zur Industrie 4.0 zeitgemäßen Stanzzelle. Die Beölungsspezialisten von Raziol sind hier den Wünschen von TE in der Weiterentwicklung der Präzisionsdosiereinheit nachgekommen. „Unsere Stanzzellen sind damit „connected“: Abwickler, Aufwickler, Laser,Vision System , Stanzautomat und Beölung“, hebt Werner Röschinger hervor. Damit können beispielsweise an einem einzigen Rechner die Fehlercodes aller beteiligten Systeme ausgelesen werden.

Raziol auf der Euroblech 2016: Halle 27, Stand H104

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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