Werkzeughandel Hahn + Kolb setzt auf REACH-Konformität

Redakteur: Jürgen Schreier

Der Hahn + Kolb-Gruppe wurde als erstem Werkzeughändler der erfolgreiche Aufbau eines REACH Compliance-Management-Systems bescheinigt.

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Mit dem zertifizierten Verfahren überprüft der Stuttgarter Werkzeug- und Systemdienstleister die Produktsicherheit und macht die chemische Zusammensetzung der Artikel in seinem umfangreichen Portfolio transparent. Ergibt die Untersuchung bei Produkten ein erhöhtes Risiko bei den verwendeten chemischen Substanzen, nimmt sie Hahn + Kolb aus dem Sortiment.

Lieferantenmanagement stellt die Erfüllung der REACH-Kriterien sicher

Die Europäische Union reguliert mit der Verordnung die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH). Hersteller und Importeure müssen besonders besorgniserregende Stoffe in ihren Produkten demnach deklarieren. Im März 2011 begann Hahn + Kolb den Aufbau eines REACH Compliance-Management-Systems und setzte intern entsprechende Prozesse und Verfahren auf. Dafür erhielt das Unternehmen am 31. Mai 2011 von Dekra das Siegel „REACH-Konformität von Erzeugnissen“.

„Das Zertifikat ist für uns ein unabhängiges Qualitätssiegel. Es bestätigt, dass unser Lieferantenmanagement insbesondere auch die Erfüllung der REACH-Kriterien sicherstellt“, so Gerhard Heilemann, Sprecher der Geschäftsführung der Hahn + Kolb-Gruppe. „Mit der raschen Umsetzung des REACH Compliance-Management-Systems zeigen wir, wie wichtig Hahn + Kolb Produktsicherheit und ein maximaler Kundennutzen sind.“

Produkte mit besorgniserregenden Stoffe werden ausgelistet

Im Rahmen des REACH Compliance-Managements untersuchte eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe von Hahn + Kolb die Produkte und Verpackungen der Eigenmarken Atorn und Orion, die von Lieferanten oder Importeuren aus Nicht-EU-Staaten stammen. Die Mitarbeiter erfassten Hauptmaterialien und Verpackungen dieser Produkte und prüften, ob besorgniserregende Stoffe enthalten sein könnten. Lag ein erkennbar erhöhtes Risiko vor, mussten die Lieferanten die genaue Zusammensetzung der Produkte angeben.

Bei einigen wenigen der über 800 Lieferanten fragte die Arbeitsgruppe diese Informationen an. Sollte sich zeigen, dass die Produkte tatsächlich mehr als 0,1% der besorgniserregenden Stoffe enthalten, wird Hahn + Kolb sie aus dem Sortiment nehmen.

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