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Rührreibschweißen

HAI schluckt insolvente Riftec

| Redakteur: Stéphane Itasse

Happy End für die insolvente Riftec GmbH in Geesthacht: Die österreichische Hammerer Aluminium Industries, Ranshofen, mit europaweit rund 650 Mitarbeitern hat die Geschäfte des Geesthachter Spezialisten für das Rührreibschweißen übernommen, wie Riftec mitteilt.

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Riftec, Spezialist für das Rührreibschweißen, kommt bei der österreichischen HAI-Gruppe unter.
Riftec, Spezialist für das Rührreibschweißen, kommt bei der österreichischen HAI-Gruppe unter.
(Bild: Riftec)

Der Name Riftec bleibe dabei ebenso erhalten wie die wesentliche Struktur des Unternehmens. Die Riftec GmbH hatte im Spätsommer 2012 Insolvenz angemeldet. Hohe Investitionen im Vorjahr gepaart mit einem unerwarteten Auftragseibruch in 2012 und einer daraus resultierenden Liquiditätskrise ließen den beiden Geschäftsführern zu dem Zeitpunkt keine andere Wahl, als diesen Schritt zu gehen, wie es heißt.

Riftec als Spezialist für Rührreibschweißen fügt sich in das HAI-Portolio ein

Fünf Monate später könnten Dr. Axel Meyer und Alexander von Strombeck wieder positiv in die Zukunft blicken: Mit dem österreichischen Privatunternehmen Hammerer Aluminium Industries (HAI) hätten sie einen Investor gefunden, der Riftec gemeinsam mit ihnen zurück auf den Erfolgskurs bringen wolle.

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HAI vereinigt laut Mitteilung an den Standorten Ranshofen in Österreich und Santana in Rumänien die komplette Wertschöpfungskette des Aluminiums: Das Portfolio des Unternehmens erstrecke sich von der Produktion von Pressbolzen und Walzbarren über die Fertigung hochwertiger Strangpressprofile bis hin zur mechanischen Bearbeitung der Produkte. Zu den angebotenen Fügeverfahren gehöre auch das Rührreibschweißen, bevorzugt von linearen Verbindungen an Großbauteilen mit Nahtlängen bis zu 16 m.

Riftec kann künftig auf komplette HAI-Wertschöpfungskette zurückgreifen

Riftec sieht sich selbst als Technologieführer im industriellen Rührreibschweißen und besetzt nach eigenen Angaben in diesem Markt einen Spitzenplatz. Im Fokus stünden Aluminiumbauteile mit Nahtlängen unter 3 m, oft mit komplexen Geometrien, mehrdimensionale Fügeverbindungen sowie das Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe wie Aluminium und Edelstahl oder Aluminium und Kupfer. Mit der Übernahme durch die österreichischen Aluminiumspezialisten könne Riftec nun auf die komplette Wertschöpfungskette von HAI zurückgreifen. Im Gegenzug profitierten die Österreicher von Riftecs Know-how beim Rührreibschweißen von komplexen Bauteilen und in Entwicklungsprojekten.

„Wir sind uns sicher, dass beide Unternehmen durch die neu entstehenden Synergie-Effekte nur gewinnen können“ sagen die alten und neuen Geschäftsführer der Riftec GmbH, Dr. Axel Meyer und Alexander von Strombeck, sowie Rob C. J. van Gils, Geschäftsführer der HAI-Gruppe.

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