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Hannover-Messe 2010

Hannover-Messe bringt neuen Schub für die Konjunktur

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Hannover-Messe 2010 hat laut Veranstalter den Konjunkturaufschwung verstärkt, davon wird in den nächsten Monaten auch die Industrie profitieren. „Weil die Stimmung auf der Hannover-Messe ein Konjunkturbarometer ist, können wir jetzt sagen: Es geht wieder bergauf“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG, Dr. Wolfram von Fritsch, zum Abschluss der Messe am Freitag in Hannover.

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Denkwürdige Hannover-Messe 2010: Dr. Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, begrüßt persönlich Aussteller, die eine über 50 h Busfahrt auf sich genommen hatten. Bild: Hannover-Messe
Denkwürdige Hannover-Messe 2010: Dr. Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, begrüßt persönlich Aussteller, die eine über 50 h Busfahrt auf sich genommen hatten. Bild: Hannover-Messe
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwar habe die Hannover-Messe das internationale Flugchaos in den ersten Tagen getroffen, aber sie legte einen eindrucksvollen Schlussspurt hin, berichtete Dr. von Fritsch weiter. Die Aussteller berichteten von sehr konkreten Projekten, Investitionsvorhaben und Abschlüssen, die in den kommenden Wochen und Monaten zu einer weiter steigenden Auslastung der Industrie beitragen würden.

Hannover-Messe ermöglicht Geschäfte

„Im vergangenen Jahr suchten die Besucher Orientierung, in diesem Jahr machten sie Geschäft“, so Dr. von Fritsch. Die Hannover-Messe habe in dieser Phase ihre Stärken ausgespielt und für eine zusätzliche Dynamik gesorgt. Einige Aussteller hätten sogar das Niveau des Boomjahres 2008 erreicht.

Die massiven Behinderungen im internationalen Luftverkehr zeigten Folgen bei Ausstellern und Besuchern, wie die Deutsche Messe AG weiter mitteilt. Die Messeveranstalter reagierte auf die Situation: Mehrere hundert Aussteller wurden aus ganz Europa mit Bussen nach Hannover geholt (wir berichteten). Aus der Türkei nahmen beispielsweise 150 Personen eine mehr als 50-stündige Busfahrt auf sich, um in Hannover ausstellen zu können. Aus Neuseeland war eine Ausstellerin 134 Stunden nach Hannover unterwegs.

„Viele hundert Unternehmer haben uns eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft und welche Bedeutung die Hannover-Messe für sie hat“, sagte Dr. von Fritsch. Auf Grund der Flugverbote sei es allerdings für rund 300 Aussteller unmöglich gewesen, ihre Stände noch rechtzeitig zu besetzen. Vor allem Aussteller aus Asien und Amerika konnten nicht nach Hannover reisen.

Flugchaos drückt Zahl der ausländischen Besucher

Das weltweite Flugchaos über Europa wirkte sich auch auf die Besucherzahlen aus. „Die Sperrung des Luftverkehrs und ein tagelanges Hin und Her haben wir am Montag, Dienstag und Mittwoch massiv zu spüren bekommen. Dies konnte bis zum Ende der Messe nicht mehr ausgeglichen werden“, stellte von Fritsch fest.

Die Zahl der Besucher aus dem Ausland ist deshalb um etwa die Hälfte gesunken, heißt es. Insgesamt sei die Zahl der Besucher um rund 20% auf 150000 zurückgegangen. Deutlich spürbar seien die Rückgänge bei den Besuchern aus Übersee, hier insbesondere aus Asien und Nordamerika, gewesen.

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