Richten Heinrich Georg entwickelt Hochleistungsrichtmaschine

Redakteur: Stéphane Itasse

Bei der Herstellung von Platinen in Laser-Qualität sind Plastifizierungsgrade bis zu 80% in den zu richtenden Bändern und eine hohe Spannungsfreiheit für nachfolgende Prozesse Herausforderungen, die die Heinrich Georg Maschinenfabrik GmbH nach eigenen Angaben jetzt für das britische Unternehmen Tata Steel Service Centre UK gelöst hat.

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Die neue Richtmaschine aus dem Hause Georg für Tata Steel UK ist sehr steif konstruiert. (Bild: Georg)
Die neue Richtmaschine aus dem Hause Georg für Tata Steel UK ist sehr steif konstruiert. (Bild: Georg)

Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Georg UK entwickelte Georg Bandanlagen eine neue Hochleistungs-Warmbandrichtmaschine mit einem steifen Maschinenrahmen für die gewünschten hohen Plastifizierungsgrade. Die Durchbiegung des gesamten Maschinenrahmens bei Höchstlast liegt bei maximal 0,2 mm. Damit ermöglicht Georg laut eigener Mitteilung optimale Ebenheitswerte in Laser-Qualität für eine nachhaltige Platinenfertigung.

Neue Richtmaschine ermöglicht bessere Qualität

„Wir haben mit unserer alten Richtmaschine leider einige negative Erfahrungen gemacht. Die Platinen waren aufgrund der bisher zu hohen Resteigenspannung für die nachfolgenden Laser-Schweißprozesse nicht geeignet. Es kam zu Reklamationen seitens der Anwender. Mit der neuen Richtmaschine von Georg konnten wir diese Probleme jetzt abstellen und die Qualität deutlich erhöhen“, erläutert Mark Davenport, General Manager von Tata Steel Service Centre UK.

Mit der intelligenten Georg-Technik können Stahlbänder mit einer Dicke von 3 bis 6 mm bei Streckgrenzen bis 600 N/mm² und einer Bandbreite von 1000 bis 2000 mm präzise bearbeitet werden, heißt es. Dabei werde Platinenebenheit in Laser-Qualität produziert. Das heißt, die Platinen seien nahezu spannungsfrei.

„Unseren Ingenieuren ist es gelungen, mit den neuesten Finiten-Elemente-Methoden (FEM) die Kundenwünsche der Maschinenauslegung zu 100% zu erfüllen. Die Rahmenkonstruktion wurde durch die Berechnungen gezielt optimiert und die gesamte Anlage auch für zukünftige Anforderungen entwickelt“, sagt Antonio Garcia, Geschäftsbereichsleiter Georg Bandanlagen.

Neue Richtmaschine in bestehende Querteilanlage integriert

Nach der Fertigstellung integrierte das Service-Team von Georg UK die Richtmaschine vor Ort in eine bestehende Querteilanlage. „Aufgrund der vorhandenen Platzverhältnisse war dies ebenfalls eine große Herausforderung an unsere Spezialisten, die wir aber im vorgegebenen Zeitrahmen umsetzen konnten. Nach nur zwei Schulungstagen konnten bereits verkaufsfähige Platinen produziert werden“, meint Antonio Garcia. Um eine maximale Flexibilität zu erreichen, sei die Richtmaschine in Kassettenbauweise ausgeführt und der Kassettenausbau nach Kundenwunsch teilautomatisiert.

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