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Trumpf

Hightech bringt Trumpf Erfolg in der Schweiz

| Autor/ Redakteur: Thomas Isenburg / Stéphane Itasse

Vor etwas mehr als 50 Jahren gründete Trumpf die ersten Niederlassungen außerhalb Deutschlands in der Schweiz, mit Blick auf eine Internationalisierung des Unternehmens. Aus einer zum Büro umfunktionierten Vierzimmerwohnung entwickelte sich in der Schweiz eine der wichtigsten ausländischen Trumpf-Dependancen.

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In der Schweiz unterhält Trumpf unter anderem sein zentrales Montagewerk für Laser-Flachbettmaschinen.
In der Schweiz unterhält Trumpf unter anderem sein zentrales Montagewerk für Laser-Flachbettmaschinen.
(Bild: Trumpf)

Erste Projekte führten zu den Wurzeln der Trumpf Maschinen AG in Baar, der Trumpf Grüsch AG, der Trumpf Maschinen Grüsch AG sowie der Trumpf Laser Marking Systems AG, ebenfalls in Grüsch im Prättigau. Dabei rückten die Werkzeugmaschinenbauer eng an ihre Kunden. Insgesamt beschäftigt Trumpf in der Schweiz heute 780 Mitarbeiter mit einer Ausbildungsquote von etwa 10 %. Dies ist im Vergleich zur Gesamtmitarbeiterzahl ein erheblicher Anteil. Auch ist die Schweiz ein wichtiger Absatzmarkt von Trumpf mit vielen Top-Ten-Positionen.

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Trumpf produziert in der Schweiz Baugruppen und Laser-Flachbettmaschinen

Für das baden-württembergische Unternehmen ist das Alpenland in seiner Nachbarschaft nicht nur Vertriebs-, sondern auch Produktions- und Entwicklungsstandort. Zum Produktspektrum gehören Baugruppen für die eigenen Maschinen und Laser. Auch befindet sich das zentrale Montagewerk für Laserflachbettmaschinen an diesem Standort. Damit ist die Schweiz ein wichtiger Bestandteil des Produktionsverbundes. Das schafft Flexibilität und eine große Marktnähe zu diesem Exportland.

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Schweiz bietet Chancen

Matthias Böhm leitet den Schweizer MaschinenMarkt.
Matthias Böhm leitet den Schweizer MaschinenMarkt.
( Bild: VBM-Archiv )

Welche Chancen eröffnet die Schweiz für die deutsche Fertigungsindustrie?

Aufgrund der Freigabe des Schweizer Frankens zum Euro seit dem 15. Januar gibt es eine Schieflage in der Schweizer MEM-Industrie. Alle Schweizer Exportprodukte sind im Ausland massiv teurer geworden. Hinzu kommt eine große Verunsicherung, deshalb werden Investitionen zurückgestellt. Die deutschen Werkzeug- und Werkzeugmaschinenhersteller befinden sich gegenüber den Schweizern währungsbedingt im Vorteil. Aber da das Investitionsklima derzeit alles andere als positiv ist, haben auch die Werkzeugmaschinenhändler mit ausländischen Produkten derzeit kein leichtes Spiel. Außerdem spielt neben dem Kaufpreis gerade auch bei Werkzeugmaschinen der Service in der Schweiz die entscheidende Rolle.

Welche Absatzmärkte sind derzeit besonders vielversprechend?

Die Uhrenindustrie ist ein sehr starker Markt für die Fertigungsindustrie. Er ist aktuell das einzige Segment, das vom starken Franken nur wenig betroffen ist. Daneben ist die Medizintechnik nach wie vor ein attraktiver und anspruchsvoller Markt, der wegen der besonderen Bedingungen auch trotz des starken Frankens akzeptabel läuft. Schließlich hat die Schweiz einen ausgezeichneten Maschinenbau sowie Werkzeug- und Formenbau mit kleinen bis mittleren Serien sowie Einzelfertigung. Dieser Markt schwächelt aber derzeit erheblich.

Wie kann der SMM deutsche Unternehmen bei der Markterschließung unterstützen?

Der Schweizer MaschinenMarkt SMM und sein französischsprachiges Westschweizer Pendant MSM gehören zu den etabliertesten Zeitschriften in der Schweizer Fertigungsindustrie. Unsere Leser sind zu einem überwiegenden Anteil Entscheider wie Produktionsleiter, CEO oder Inhaber. Darüber hinaus verfügen wir über das stärkste digitale Industrieportal der Schweiz. Mit co-branded Newslettern oder Webinaren können Unternehmen ihre Produkte und Technologien potenziellen Kunden offerieren.

  • Das Interview führte MM-Redakteur Stéphane Itasse
  • Hans Marfurt, Geschäftsführer der Trumpf Maschinen AG in Baar, erläutert: „In der Schweiz hat Trumpf zwei Aufgaben – eine Aufgabe ist der Vertrieb von Trumpf-Produkten im Schweizer Markt. Ebenso wichtig ist der zweite Auftrag, die Entwicklung und Herstellung von Produkten. Daher gibt es zwei Antworten über die Ursachen des Erfolgs von Trumpf in der Schweiz.“

    Schweizer Maschinenkäufer verlangen Qualität

    Die Ursache des Verkaufserfolgs sieht er in den Produkten. Dabei verlange der Schweizer Markt sehr viel in Bezug auf eine hohe Produktivität und Qualität, vielfältige Einsatzmöglichkeiten sowie einen hohen Automatisierungsgrad, sagt der Trumpf-Manager. „Das sind aber auch Produkte, die wir benötigen, weil wir in der Schweiz an einem relativ teuren Standort produzieren“, erläutert Marfurt weiter.

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