Schrauber-App

Hochmoment-Akkuschrauber per Smartphone steuern

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Schraubaufgaben in kürzester Zeit erledigen

Bislang werden derartige Hochmoment-Verschraubungen in vielen Fällen mit Druckluft- oder Hydraulikschraubern erledigt - mit entsprechender Abhängigkeit von Kompressoren oder Hydraulikpumpen. Demgegenüber bieten die neuen Akkumaschinen von „CP“ deutlich mehr Flexibilität und Mobilität im Feld, ohne Kompromisse bei der Sicherheit eingehen zu müssen. Hinzu komme laut Chicago Pneumatic bei vielen Anwendungen eine sehr deutliche Zeitersparnis.

Als Beispiel nennt der Hersteller die Wartung einer Windenergieanlage: Müsse eine 40 Kilogramm schwere Hydraulikeinheit über den Turm nach oben ins Maschinenhaus getragen werden, sei das sehr anstrengend und ermüdend. Zudem müsse der Servicetechniker das Hydrauliksystem auch erst einmal vor Ort installieren. Mit dem Akkuwerkzeug dagegen könne er direkt loslegen. Eine Vergleichsmessung mag die Zeitersparnis verdeutlichen: 40 Minuten statt 140 Minuten dauerte ein Serviceeinsatz auf einem Alstom-Turm, wo 92 Bolzen der M39-Größe mit jeweils 3200 Newtonmetern anzuziehen waren.

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Noch mehr Funktionen über App nutzen

In der High-End-Ausstattung schließlich tragen die Werkzeuge das Kürzel „CQ“ für „Connected Quality“, also CP86xxCQ. Bei diesen Modellen können Anwender die Parametersätze für Drehmoment und Drehwinkel nicht nur am Werkzeug einstellen, sondern sogar über die App auf dem Smartphone. Die App kann außerdem die Verschraubungsdaten sammeln, kurze Berichte erstellen und sie per Mail oder CSV-Datei exportieren und versenden. Auch die Anzahl der Verschraubungen pro Zyklus lässt sich über die App vorgeben. Die Software zählt dann mit; die entsprechenden Parameter sind auf dem Smartphone abzulesen. Auch hierzu kann die App Berichte erstellen. Die Funktionen der mittleren Ausstattung sind bei den CQ-Modellen inbegriffen.

Mehr Verschraubungen mit einer Akku-Ladung

Im Vergleich zu anderen Werkzeugen ermöglicht der neue Hochmomentschrauber mit seinem robusten 36-Volt-Akku einen längeren Betrieb. Das Modell CP8613 beispielsweise kann 250 Schraubzyklen ausführen, bevor der Akku gewechselt oder aufgeladen werden muss. Diese Anzahl wurde für ein Drehmoment von 1040 Newtonmeter im sogenannten harten Schraubfall ermittelt. „Hart“ werden Verschraubungen genannt, bei denen Metall auf Metall trifft und die Schraube von der Kopfauflage bis zum Erreichen des Endmoments einen Drehwinkel von unter 30° vollzieht. In dem zugrundeliegenden Beispiel waren es 15°. Die genannten 250 Verschraubungen stellen laut Chicago Pneumatic eine Verbesserung von 56 Prozent, im Vergleich zu den Marktbegleitern. Die CP-Akkus speichern eine Kapazität von 2,5 Amperestunden (Ah) und sollen sich ferner durch die Fähigkeit auszeichnen, bei Bedarf kontinuierlich die richtige Energiemenge zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen.

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