Kleben Hochschule Landshut bietet Ausbildung zum Klebpraktiker

Redakteur: Stéphane Itasse

Für das Verbinden aktueller Leichtbaumaterialien wie Aluminium, Karbonfaserkunststoff und hochfesten Stählen spielt das Kleben eine wichtige Rolle. Nach einem Konzept der Hochschule Ulm (Prof. Dietrich)und des Fraunhofer-IFAM in Bremen bietet die Hochschule Landshut jetzt die qualifizierte berufliche Weiterbildung zum Klebpraktiker DVS/EWF an.

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An der Hochschule Landshut kann man Weiterbildungen zum Thema Kleben nach Standards des Fraunhofer-IFAM absolvieren. Bild: Hochschule Landshut
An der Hochschule Landshut kann man Weiterbildungen zum Thema Kleben nach Standards des Fraunhofer-IFAM absolvieren. Bild: Hochschule Landshut
( Archiv: Vogel Business Media )

Das IFAM in Bremen ist Deutschlands größte klebtechnische Forschungsanstalt. Das Labor Klebtechnik und Verbundwerkstoffe an der Hochschule Landshut ist damit seit März 2011 Teil eines weltweiten Verbundes klebtechnischer Ausbildungsstätten. Die Anwendungsgebiete des Klebens reichen vom Fahrzeugbau gewichtsoptimierter Elektrofahrzeuge, Verbindungen der Mikroelektronik, dem Brückenbau bis hin zum Kleben von Karbonfaserbauteilen in der Luft- und Raumfahrttechnik.

Klebe-Kenntnisse für die Fertigung

Die Teilnehmer der Weiterbildung werden für den Einsatz in der betrieblichen Fertigung qualifiziert. Dazu wird im Lehrgang ein Grundverständnis für das Kleben vermittelt, damit die Besonderheiten des klebtechnischen Prozesses erkannt und in der Praxis berücksichtigt werden.

Arbeitsanweisungen werden so in ihren jeweiligen Zusammenhängen und Auswirkungen transparent. Klebungen können damit selbstständig und fachgerecht ausgeführt werden. Zur Unterstützung des Lernens werden die theoretischen Inhalte durch praktische Übungen vertieft. Die Ausbildung zum DVS/EWF-Klebpraktiker erfolgt als Vollzeitlehrgang und dauert inklusive Prüfung 40 Zeitstunden (1 Woche).

Qualifizierungszentrum Klebtechnik vom europäischen Sozialfonds gefördert

Das Qualifizierungszentrum Klebtechnik an der Hochschule Landshut ist ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördertes Fortbildungsprogramm, das zum Klebpraktiker und zur Klebfachkraft (3 Wochen) ausbildet. Diese Ausbildungen sind durch den Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) und der European Federation for Welding, Joining and Cutting (EWF) europaweit zertifiziert und anerkannt.

Das Labor Klebtechnik und Verbundwerkstoffe der Hochschule Landshut unter Leitung von Prof. Karl Friedrich Reiling ist dabei Außenstelle des Klebtechnischen Zentrums des IFAM Bremen. Durch diese Kooperation werden die Qualitätsstandards als klebtechnisches Zentrum nach DVS3306/3308 des IFAM gewährleistet und anerkannt.

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