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Zerspanungstechnik Hochvorschubfräser reduziert die Bearbeitungszeit um die Hälfte

| Autor / Redakteur: Raimund Kühnau und Edgar Grundler / Rüdiger Kroh

Mit dem Hochvorschubfräsen kann ein massives Bauteil aus 16MnCr5, das tiefe Kavitäten aufweist, aus dem Vollen gefräst werden. Ein Hochvorschubfräser mit fünf Schneiden reduziert im Vergleich zu den beiden früher eingesetzten Fräswerkzeugen die Zeit für die Schruppbearbeitung um 50%.

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Bild 1: Auf einem Bridgeport-Vertikal-Bearbeitungszentrum wird das Werkstück Topf mit Hochvorschubfräsen gefertigt.
Bild 1: Auf einem Bridgeport-Vertikal-Bearbeitungszentrum wird das Werkstück Topf mit Hochvorschubfräsen gefertigt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Entwicklung, Produktion, Installation und dem Service von Spezialmaschinen, Handlingsystemen und Roboteranlagen befasst sich Hahn Automation, eine weltweit tätige Unternehmensgruppe mit rund 300 Beschäftigten. Im Gegensatz zu anderen Spezialmaschinen- und Anlagenbauern legt man sehr viel Wert auf eine möglichst hohe Fertigungstiefe. Folgerichtig wurde mit dem Wachstum und der Ausweitung der Betätigungsfelder auch eine Abteilung mechanische Fertigung installiert und in dieser sind heute etwa 30 Mitarbeiter tätig.

Rund 100 unterschiedliche Werkstücke an einem 24-Stunden-Tag

Seit etwa zehn Jahren wird die mechanische Fertigung kontinuierlich ausgebaut, so dass mittlerweile bis zu einer Größe von 3000 mm × 2000 mm fast alle Fertigungsteile für Spezialmaschinen, Vorrichtungen und Roboteranlagen selbst hergestellt werden können. Damit ist man weitgehend autark und erzielt auch eine gute Wertschöpfung.

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Zumal es sich oft um sehr genaue Know-how-Teile handelt, die schon aus Qualitätsgründen nicht außer Haus gehen sollen. Außerdem ist es deshalb möglich, knappe Bau- und Liefertermine, die für den Anlagenbau zwischen 16 und 24 Wochen liegen, abzugeben und einzuhalten.

Im Bereich Fräsen, dem wichtigsten Bearbeitungspart, sind aktuell acht Bearbeitungszentren im Einsatz, wobei diese konsequent auf hohe Flexibilität für die vorherrschende Einzelteil- und Kleinserienfertigung ausgerichtet sind. Im Zusammenspiel zwischen Bearbeitungszentren und passgenauen Zerspanwerkzeugen sieht man bei Hahn Automation einen der Erfolgsfaktoren, weshalb an die Werkzeuglieferanten auch entsprechend hohe Anforderungen gestellt werden. An einem 24-Stunden-Tag werden rund 200 Aufträge oder 100 unterschiedliche Werkstücke bearbeitet.

Mannarme Schicht erfordert hohe Prozesssicherheit von den Fräsern

Dabei kommt es speziell in der dritten, mannarmen Schicht auf eine hohe Prozesssicherheit an, so dass die Zerspanwerkzeuge gleich mehrfach gefordert sind. An einem Beispiel mit dem langjährigen Werkzeuglieferanten Iscar wird deutlich, was machbar ist, wenn man im Partnerteam ein kritisches Zerspanproblem angeht und bereit ist, neue Wege zu gehen.

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