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Transfluid Hybrides Antriebssystem für Rohrbearbeitungsmaschinen

| Autor / Redakteur: Stefanie Flaeper / Dietmar Kuhn

Einen völlig neuen Weg ist der Rohrbearbeitungsmaschinen-Hersteller Transfluid für eine elektrisch-hydraulisch kombinierte Antriebslösung gegangen. Dabei werden die Vorteile der energieeffizienten und präzisen Elektrik mit der hohen Kraftdichte und der Robustheit einer Hydraulik verknüpft und es wird damit sowohl Energie eingespart als auch der Umformprozess exakt bestimmt.

Ein neues, hybrides Antriebssystem von Transfluid sorgt für mehr Präzision, Energieeffizienz und Leistungsstärke bei fortschrittlichen Rohrbearbeitungstechnologien.
Ein neues, hybrides Antriebssystem von Transfluid sorgt für mehr Präzision, Energieeffizienz und Leistungsstärke bei fortschrittlichen Rohrbearbeitungstechnologien.
(Bild: Transfluid)

Kompromisse mögen in vielen Bereichen des Alltags oft ein guter Weg sein. Bei der Entwicklung neuer Technologien verhindern sie aber häufig die beste Lösung. In der Rohrbearbeitung gilt dies insbesondere für die Auswahl des Antriebssystems in Biege- und Umformmaschinen oder Fertigungszellen. Elektrische Antriebe sind energieeffizient, äußerst präzise und weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen. Die hydraulischen Antriebe verfügen über eine einzigartige Kraftdichte und Robustheit.

Hybriden Antriebe sind kleiner und leiser

Kein System kann standardmäßig beides abdecken. In diese Lücke stößt die Transfluid Maschinenbau GmbH mit einer Neuentwicklung vor. Für die beste Lösung haben die Ingenieure des südwestfälischen Unternehmens ein spezifisches System entwickelt, das einige Vorteile beider Systeme vereint und Nachteile ausschließt. Durch diese neuen hybriden Antriebsmöglichkeiten wird die fortschrittliche Rohrbearbeitungstechnologie optimal in Form gebracht.

Die hybriden Antriebe sind effektiv auf die Anforderungen der entsprechenden Maschinen abgestimmt. Hydraulikaggregate des neuen Systems sind mit Konstantpumpen ausgestattet und werden von einem leistungsstarken Servomotor angetrieben. Fast die gesamte Regelung der Anlage erfolgt über die Leistung beziehungsweise Drehzahl des Motors. Das ist sehr energieeffizient. Im Regelfall verbessert sich so die Energieeffizienz um 15 bis 20 %, da die Leistung immer entsprechend dem Verbraucher abgegeben wird.

Ihre Vorteile spielt die Technologie vor allem dort aus, wo leistungsstarke Antriebe gefragt sind, sowie bei mehreren Hydraulikzylindern unterschiedlicher Größen und bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dies gilt speziell für die Biegetechnik und axiale Umformmaschinen. Die hybriden Antriebe sind nicht nur kleiner und wesentlich leiser im Einsatz. Auch die Erwärmung im Prozess wird minimiert. Das Hydraulikaggregat verfügt dabei über ein bis zu 20 % geringeres Ölvolumen und die erforderliche Leistung der externen Kühler ist entsprechend geringer.

Hybridsystem sorgt für hohe Positionierungsgenauigkeit

Einzigartig für hydraulische Antriebe ist die neue Positionierungsgenauigkeit wegen des hybriden Systems. Da jeder Verbraucher mit einem spezifischen Ölvolumen versorgt wird, können Positionen (abhängig vom Verbraucher) im Zehntelmillimeterbereich angefahren werden. Über die elektrische Steuerung werden die Verbrauchsvolumen vorgewählt beziehungsweise hinterlegt und über die Drehzahl des Antriebsmotors präzise abgegeben.

Für die hohe Präzision sorgt aber nicht zuletzt auch die speziell abgestimmte Systemsteuerung. Sie schafft eine Synchronisierung der gewünschten Geschwindigkeit des Verbrauchers in Relation zum geforderten Volumen. Damit wird kein überschüssiges Volumen erzeugt und die Maschineneffizienz verbessert.

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