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Maschinenbau

IKB rechnet für 2010 mit leichter Besserung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Nach einer langen Boomphase wird der deutsche Maschinenbau das laufende Jahr mit einem hohen Produktionsminus beenden. Erst im kommenden könne sich nach einem aktuellen IKB-Branchenausblick die Lage leicht verbessern.

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Angesichts niedriger Kapazitätsauslastung und erschwerter Finanzierungsbedingungen wird die Nachfrage nach Maschinen zunächst schwach bleiben. Bild: Gildemeister
Angesichts niedriger Kapazitätsauslastung und erschwerter Finanzierungsbedingungen wird die Nachfrage nach Maschinen zunächst schwach bleiben. Bild: Gildemeister
( Archiv: Vogel Business Media )

Die langjährige Boomphase des Maschinenbaus wird im laufenden Jahr mit zweistelligen Einbrüchen der Produktion jäh zu Ende gehen. Als typischer „Spätzykler“ hatte die Branche im vergangenen Jahr trotz des beginnenden Konjunkturabschwungs noch ein gutes Wachstum erzielt und einen neuen Produktionsrekord realisiert. Doch das mit Eskalation der Finanzmärkte schwindende Vertrauen wirkte sich dann im Maschinenbau besonders stark aus.

Aus Sorge vor Liquiditätsengpässen haben viele Unternehmen ihre Ausgaben für die Beschaffung neuer Anlagen und Maschinen gekürzt, was sich unmittelbar in den Auftragseingängen widerspiegelt. Diese lagen im ersten Halbjahr 2009 im Durchschnitt um 40% unter Vorjahresniveau. Als wichtiger Zukunftsindikator lässt diese Entwicklung bislang noch keine positiven Aussichten für den Maschinenbau erkennen. Angesichts niedriger Kapazitätsauslastung und erschwerter Finanzierungsbedingungen dürfte die Nachfrage nach Maschinen schwach bleiben. Nur wenige Firmen der Branche werden dem stark negativen Trend im laufenden Jahr entziehen können, so die IKB.

Das Niveau der letzten Boomjahre liegt in weiter Ferne

Im gesamten Branchendurchschnitt wird 2009 somit ein erheblicher Produktionsrückgang erfolgen. Erst im Verlauf des nächsten Jahres sollte sich der Maschinenbau – von einem niedrigen Niveau startend – leicht verbessern. Das Produktionsniveau der vergangenen Boomjahre dürfte mittelfristig jedoch erst einmal nicht erreicht werden.

Auch die Elektroindustrie wird nach dem dynamischen Aufschwung in den letzten Jahren 2009 einen insgesamt starken Produktionsrückgang hinnehmen müssen. Als zentrale Zuliefererindustrie kann sie sich von der weltweiten Konjunktureintrübung nicht abkoppeln. Überproportional betroffen sind die automobilnahen Bereiche, wie die Fahrzeugelektronik, Batterien oder elektronische Bauelemente. Aber auch ressourcen- oder energienahe Segmente mussten infolge der sich ausbreitenden Investitionszurückhaltung zuletzt deutliche Nachfragerückgänge hinnehmen.

Elektroindustrie wird 2010 wieder leicht wachsen

Nach den Produktionseinbrüchen in 2009 sollte die Branchenentwicklung in den Folgejahren jedoch wieder an Wachstumsdynamik gewinnen, so der IKB-Branchenausblick. Für 2010 erwarten sei in weiten Bereichen der Elektrotechnik einen moderaten Anstieg der Produktion – nicht zuletzt dank der international guten Marktstellung und Innovationsstärke der deutschen Unternehmen zu rechnen.

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