Fraunhofer-Allianz Leichtbau Im Leichtbau geht es nicht ohne Zusammenarbeit vieler Experten

Redakteur: Kirsten Nähle

Dass Leichtbau eine interdisziplinäre Angelegenheit ist, wurde auf der ersten Leichtbautagung der Fraunhofer-Allianz Leichtbau deutlich, zu der sich rund 70 Experten in Darmstadt eingefunden hatten. Deshalb hat sich die Allianz von 14 Fraunhofer-Instituten zum Ziel gesetzt, vom Konzept bis zum Produkt in geschlossenen Ketten zu denken.

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Rund 70 Teilnehmer informierten sich auf der ersten Tagung der Fraunhofer-Allianz Leichtbau über neue Materialien und Verfahren entlang der gesamten Prozesskette. (Bild: Haubert)
Rund 70 Teilnehmer informierten sich auf der ersten Tagung der Fraunhofer-Allianz Leichtbau über neue Materialien und Verfahren entlang der gesamten Prozesskette. (Bild: Haubert)

Rund 70 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich zur ersten Leichtbautagung der Fraunhofer-Allianz Leichtbau in Darmstadt. Andreas Büter, Geschäftsführer der Allianz: „Leichtbau ist vielfältig und interdisziplinär und erfordert somit die Zusammenarbeit vieler Unternehmen und Forscher. Werkstoffeigenschaften, konstruktive Formgebung und Bauweise gekoppelt mit Fertigungsverfahren, Recyclingeigenschaften und Kosten bestimmen die Qualität einer Leichtbaustruktur wesentlich.“ Die im Jahr 2010 gegründete Allianz von 14 Fraunhofer-Instituten hat deshalb das Ziel, vom Konzept bis zum Produkt in geschlossenen Ketten zu denken.

Auch bei komplexen Bauteilen bringt Leichtbau Fortschritte

Die Vorträge der zweitägigen Veranstaltung deckten entsprechend die Wertschöpfungskette von Werkstoff und Produktentwicklung über die Serienfertigung von Bauteilen bis hin zu Fügetechniken und Prüfverfahren ab.

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So stellte unter anderem Christian Wolf, Eurocopter Deutschland, die Entwicklung einer Flugzeugpassagiertür aus Carbonfaserkunststoffverbund (CFK) vor. Nach seiner Erfahrung bringt Leichtbau Fortschritte selbst bei komplexen Bauteilen, die eine hohe Funktionsdichte auf wenig Raum erfordern, wenn in geschlossenen Ketten gedacht wird.

Leichtbaurad mit integriertem Elektromotor spart Gewicht

Nicole Schweizer von der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität erläuterte die Herstellung eines Leichtbaurades mit integriertem Elektromotor. Das CFK-Rad spart bei einer höheren Schadenstoleranz 60% Gewicht gegenüber einem vergleichbaren Modell aus Stahl. Dabei vermeidet die Entkopplung der Motorglocke von radial oder lateral wirkenden Radkräften in der Konstruktion direkte Belastungsstöße am Motor.

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