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Schaeffler

Immer neue Aufgaben

| Autor/ Redakteur: Jasmin Löffler / Simone Käfer

Der Weg vom Bollerwagen-Hersteller zu einem der größten Automobilzulieferer scheint gar nicht so abwegig. Allerdings arbeitet die Schaeffler Gruppe auch schon seit 70 Jahren an diesem Erfolg.

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Im Jahr 1946 produzierte Schaeffler Gürtelschnallen und Knöpfe aus Holz.
Im Jahr 1946 produzierte Schaeffler Gürtelschnallen und Knöpfe aus Holz.
( Bild: Bild: Andreas Pohlmann; Schaeffler )

INA steht für Industrie-Nadellager. Doch Georg Schaeffler übersetzte seinen Mitarbeitern die Abkürzung mit „Immer neue Aufgaben”. Aber es war der Nadelkäfig, mit dem die zwei Schaeffler-Brüder ihr 1946 gegründetes Unternehmen INA nach oben brachten. „Immer neue Aufgaben” trifft allerdings auch als Motto auf die fleißigen Brüder Georg und Wilhelm Schaeffler zu.

Noch immer befindet sich der Hauptsitz der Gruppe in Herzogenaurach. Doch eigentlich fing alles in Katscher in Oberschlesien an, wo Wilhelm Schaeffler ein Textilunternehmen übernahm, das später auch Metallprodukte fertigte. Nach einer Zwischenstation in Schwarzenhammer im Fichtelgebirge suchten die Brüder in Herzogenaurach ein Grundstück mit Gleis­anschluss. Die Stadt verkaufte den beiden Brüdern ein geeignetes Grundstück gegen die Zusage, innerhalb eines Jahres 120 Arbeitsplätze zu schaffen. Die Schaefflers nahmen den Deal nicht nur an, sie übertrafen die Forderung sogar noch: Die neu gegründete Industrie GmbH hatte nach einem Jahr bereits 193 Mitarbeiter. Zu Beginn fertigte man Holzartikel für den täglichen Bedarf, also Leitern, Kinderroller, Gürtelschnallen, Knöpfe und umbaufähige Handwagen. Bald kamen Metallprodukte hinzu wie Gewindeschneidbacken, Gelenkkreuzbüchsen und Nadellager für den Ersatzteilbedarf. Aus dieser Zeit stammt auch die Markenabkürzung INA.

1949: Der Nadelkäfig als Muss für jedes Auto

Kurz nach der Erfindung des INA-Nadelkäfigs durch Georg Schaeffler 1949 produzierte das Unternehmen das käfiggeführte Nadellager in großen Mengen, insbesondere für die deutsche Automobilindustrie. Die neue Bauart war im Vergleich zu den bis dahin eingesetzten Nadellagern kompakter, leichter, zuverlässiger und ermöglichte höhere Drehzahlen. Schon bald war das Nadellager eine unverzichtbare Komponente für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau, ohne die schon 1953 kein neues deutsches Auto mehr fuhr. Heute ist die Schaeffler-Gruppe ein global tätiger, integrierter Automobil- und Industriezulieferer mit rund 84.000 Mitarbeitern weltweit. „Es wird oft gesagt, dass Familienunternehmen langfristig denken. Dies stimmt auf jeden Fall für das Unternehmen Schaeffler. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg sind für uns Wurzeln und Werte wichtig“, sagt Gesellschafterin Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann.

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