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Prüfmaschine

Impulsprüfstand erreicht 6000 bar und erlaubt realitätsnahe Tests

| Redakteur: Peter Königsreuther

Weltpremiere auf der Control 2012 feierte der PP Impulsprüfstand 6000 bar von Poppe und Potthoff. Mit der Software Labview ist er auch in der Lage reale Lastkollektive auf den Prüfling abzubilden.

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Das Messeteam von Poppe und Potthoff Maschinenbau präsentierte zum erstem Mal den Impulsprüfstand 6000 bar auf der Control 2012 in Stuttgart. Die flexible und präzise Anlage verkürzt Testzeiten und erlaubt realitätsnahe, dynamische Prüfungen über programmierbare Lastkollektive.
Das Messeteam von Poppe und Potthoff Maschinenbau präsentierte zum erstem Mal den Impulsprüfstand 6000 bar auf der Control 2012 in Stuttgart. Die flexible und präzise Anlage verkürzt Testzeiten und erlaubt realitätsnahe, dynamische Prüfungen über programmierbare Lastkollektive.
(Bild: Königsreuther)

Erstmals präsentiert Poppe und Potthoff als Spezialist für Hochdrucktechnik einen präzisen und hochdynamisch arbeitenden Impulsprüfstand, der einen Prüfdruck von 6000 bar in einem Frequenzbereich zwischen 1 bis 30 Hertz erreicht. Mit der Anlage lassen sich etwa Dieseleinspritzleitungen, Common Rail Komponenten, Pumpengehäuse oder Pumpenköpfe präzise und schnell auf ihre Betriebs- und Dauerfestigkeit bei pulsierendem Innendruck prüfen. Als Testmedium dient hydraulisches Öl. Alle Prüfergebnisse werden automatisch gespeichert. Die Anlage verfügt über einen Energiesparmodus mit Wärmerückgewinnung über integrierte Wärmetauscher, wobei alle Verbraucher nutzenoptimiert zugeschaltet werden, wie die Spezialisten am Messestand betonen.

Schneller zum Ergebnis

Mit dem Impulsprüfstand 6000 bar werden laut Stefan Dreyer, CEO von Poppe und Potthoff, die ersten Punkte der Wöhlerkurve gesetzt. Auf dieser Grundlage, kann die auf Dauer wirkende dynamische Belastung auf ein Bauteil im Vergleich zu herkömmlichen Prüfgeräten besonders schnell nachgestellt werden. Die Testphase verkürzt sich so und Ergebnisse über die Qualität der Komponenten liegen schneller vor, wie Dieter Theßmann, Sales Manager des Unternehmens, ergänzt.

Geregelte Kopfkühlung

Die Strategie einer temperaturgeregelten Kopfkühlung, die hydraulisch unabhängig funktioniert, führt laut Experten zu erhöhter Betriebssicherheit der Anlage. Die Anpassung des Sollwertes regle sich anhand der Temperaturverhältnisse im Hochdruckkopf. Ein Wasser-Glykol-Gemisch dient dabei als Kühlmedium, dessen Temperatur minimal 33 °C betragen kann, wie es heißt. Die Steuerung der Anlage gibt dem Kopfkühlaggregat die Sollwerte vor.

Umrüstbarer Druckbereich

Wie Dreyer weiter erläutert, ist der Impulsprüfstand schnell für andere Druckverhältnisse umrüstbar: Der Hochdruckteil des Prüfstandes kann so ausgebaut werden, dass verschiedene Kolben wirken können und die Impulsvolumina mit entsprechenden Spitzendrücken aufgabengemäß angepasst werden können.

Prüfraum mit Kameraüberwachung

Optional kann der Prüfling und seine Zuführungsleitungen mit einer Kamera überwacht werden, wie es heißt. So werde die automatische Abschaltung bei einer Störung oder einem Defekt möglich. Rüstet der Anwender die Anlage mit einer Webcam aus, dann kann er den Prüfraum auch von jedem Ort der Welt betrachten, so die Experten.

Flexibel erweiterbare Software

Die Labview-Anwendung ist selbst erweiterbar, wie auf der Control zu erfahren war. Die Prüfstandssoftware wird mit National instruments Labview programmiert. Bei Erwerb der Lizenzen kann der Anwender individuelle Erweiterungen selbst vornehmen. Der Impulsprüfstand erlaubt auch Lastkollektivprüfungen mit variablen Drücken und Lastwechseln. Die Umschaltpunkte im Lastverlauf werden mit einer Soft-Funktion initiiert und die Parameter werden gleitend angepasst wie es heißt. Mittels Inkrementalmethode kann im Lastkollektiv auch die Verschleißdokumentation der HD-Komponenten durchgeführt werden, so die Informationen. MM

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