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WSM In der Stahl- und Metallverarbeitung sinken Umsatz und Auftragseingang

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Für die deutschen Stahl- und Metallverarbeiter war das dritte Quartal 2011 geprägt durch hohe Unsicherheiten an den Finanzmärkten und der Eurozone. Entsprechend gaben Umsatz Auftragseingang im Vergleich zum Vorquartal nach.

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Zu diesem nüchternen Ergebnis kam der WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e. V., Düsseldorf, in seiner jüngsten Quartalsbilanz. Jedoch liegt trotz der Rückgänge die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland nach neun Monaten des Jahres 2011 immer noch über dem Vorjahresniveau. Mit einem Plus von fast 20% tragen Hersteller von Schmiede-, Blechform- und Drehteilen sowie Härtereien am meisten zu diesem Wachstum bei.

Rückgang bei Auslandsbestellungen belastet konjunkturelle Entwicklung

Dennoch ging gaben die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorquartal um 6,2% nach. Auch der Umsatz war im dritten Quartal mit –1,3% leicht rückläufig, wobei sich der Inlandsumsatz noch auf dem Niveau des Vorquartals bewegte.

Laut WSM belastet der Rückgang bei den ausländischen Bestellungen (-7,9%) und Lieferungen (-4,7%) die konjunkturelle Entwicklung zunehmend. Das Stimmungsbarometer der Branche spiegle die gestiegene Verunsicherung wider. Das Ergebnis: Die aktuelle Geschäftslage wird von den Stahl- und Metallverarbeitern pessimistischer eingeschätzt. Zwar sei sie auf hohem Niveau, jedoch leicht rückläufig.

Stahl- und Metallverarbeiter erwarten Beruhigung auf hohem Niveau

Die Zukunftserwartungen wurden bereits im Jahresverlauf korrigiert. Allerdings haben die Unsicherheiten laut WSM seit August 2011 nicht weiter zugenommen. Die Erwartungen seien seitdem konstant geblieben. Nach Angaben des Verbands rechnen die Stahl- und Metallverarbeiter nicht mit einem Einbruch der Konjunktur, sondern mit einer Beruhigung auf hohem Niveau.

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