PLM Innovation In vielen Unternehmen ist PLM noch längst nicht angekommen

Redakteur: Stefanie Michel

Vom 22. bis 23. Februar 2012 trafen sich in München zahlreiche PLM-Spezialisten zur PLM Innovation 2012. Diese größte Veranstaltung ihrer Art in Europa nahmen Hersteller von PLM-Software wie PTC und Autodesk, sowie Dienstleister und Anwender wahr, um sich zu präsenteren und Erfahrungen auszutauschen.

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Grant Rochelle von Autodesk erklärt den Richtungswechsel in seinem Unternehmen: „PLM-Software wird gebraucht und unsere Kunden wollen, dass wir ihnen dafür eine Lösung bieten.“ (Bild: Michel)
Grant Rochelle von Autodesk erklärt den Richtungswechsel in seinem Unternehmen: „PLM-Software wird gebraucht und unsere Kunden wollen, dass wir ihnen dafür eine Lösung bieten.“ (Bild: Michel)

Angesichts der etwa 300 Teilnehmer aus namhaften europäischen Firmen könnte man annehmen, PLM sei in den meisten Unternehmen längst Alltag. Prof. Martin Eigner vom Institut für Virtual Product Engineering an der TU Kaiserslautern allerdings kennt die Realität: „Ich habe weltweit noch kein echtes PLM-System im Einsatz gesehen.“ Meist werden ERP-, CRM- und PDM-Software nebeneinander genutzt.

Nutzung von PLM ist eine strategische Entscheidung

Die Nutzung von PLM ist eine strategische Geschäftsentscheidung, wie Gerald Litjens, Europadirektor bei CIM-Data, zu Beginn der Veranstaltung erklärt. Ist diese dann gefallen, stehen folgende Themen im Mittelpunkt: die Integration von PLM in die Unternehmensumgebung, aber ebenso die Entscheidung zur Nutzung von Cloud-Diensten und Opensource-Software sowie die Integration von Social Media. Es spielen also komplexe interne Firmenstrukturen eine ebenso große Rolle wie die technische Umsetzung.

Bei der Einführung von PLM spielt Datenstrukturierung große Rolle

Thomas W. Schmidt, Vizepräsident der Power Products Division von ABB, eröffnete die Reihe der Vorträge und konnte einen Einblick geben, was es bedeutet, ein solches System einzuführen: „Wir haben PLM nie als IT-Initiative eingeführt. Man muss der Geschäftsführung die Geschäftsvorteile erklären können, dann funktioniert es.“ Die Software an sich spiele dabei eine untergeordnete Rolle; wichtiger sei, wie man all die vorhandenen Daten strukturiere.

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