Beschaffungsmanagement

Mit einer Balanced Scorecard den Einkauf professionalisieren

| Autor / Redakteur: Dr. Bernhard Höveler / Jürgen Schreier

Internationales Beschaffen bringt nur dann Kostenvorteile, wenn es richtig gemanagt wird.
Bildergalerie: 2 Bilder
Internationales Beschaffen bringt nur dann Kostenvorteile, wenn es richtig gemanagt wird. (Bild: VBM-Archiv)

Wenn Unternehmen Produkte und Dienstleistungen weltweit einkaufen, erhöht sich auch die Zahl der Daten, die es zu verarbeiten und auszuwerten gilt. Das heißt, die Komplexität der Einkaufsprozesse steigt. Eine Einkaufs-Balanced Scorecard macht es leichter, den Einkauf professionell zu managen und zu steuern.

Der weltweite Einkauf gehört heute zum Tagesgeschäft von vielen Unternehmen und unterstützt sie beim Erzielen von Einsparungen. Diese Entwicklung bringt eine neue Dynamik ins Einkaufsumfeld. Denn mit der wachsenden Reichweite des Einkaufsmarkts und den Fortschritten der Informationstechnologie steigt die verfügbare Datenmenge sprunghaft an. Und der Einkauf erlangt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, der sich diese Informationsressourcen zu Nutze macht.

Um der Datenmasse Herr zu werden und frühzeitig über neueste Markt- und Produkttendenzen informiert zu sein, reicht der Einsatz herkömmlicher Kennzahlen nicht aus. Kennzahlen, die zu Zeiten eines begrenzten und stabilen Wirtschaftsumfelds noch zuverlässig ihren Dienst erwiesen, wirken heute oft statisch und vergangenheitsbezogen, denn sie spiegeln nur einen kleinen Ausschnitt der Unternehmensrealität wider. Außerdem sind sie oft kontraproduktiv für eine effiziente Einkaufssteuerung. Doch wie sieht ein modernes Kennzahlensystem aus, das

  • einen verlässlichen Überblick über den Einkauf und Einkaufsmarkt verschafft,
  • den Entscheidungsprozess unterstützt und
  • bei der Definition von Einkaufszielen hilft?

Mit der Balanced Scorecard komplexe Prozesse steuern

Funktionsübergreifend hat sich insbesondere in global agierenden Unternehmen die Balanced Scorecard (BSC) als Instrument zum Steuern komplexer Prozesse und zum Erreichen definierter Ziele bewährt. Folglich liegt es nahe, die klassische BSC um die Dimension „Lieferanten“ zu erweitern (siehe Bild 1).

Denn hierdurch wird eine hervorragende Basis für das „Number-Crunching“, also die professionelle Zahlen- und Datenbearbeitung und -auswertung im Einkauf geschaffen. Eine Einkaufs-Balanced Scorecard (E-BSC) hat folgende Vorzüge: Sie

  • verschafft den Entscheidern in den Unternehmen mit wenigen Kennzahlen einen Überblick über den Ein-kauf und
  • erleichtert es ihnen, Unternehmensziele in messbare Einkaufsziele zu übersetzen.

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