Suchen

Tarakos

Industrie 4.0 – Herausforderungen an Macher und Nutzer

| Autor/ Redakteur: Herbert Beesten / Stefanie Michel

Beim Wandel hin zu Industrie 4.0 wird Altes verworfen, neue Postulate werden aufgestellt. Die Verantwortung der Techniker in dieser Evolution ist groß, den Sinn und Zweck ihrer Arbeitsergebnisse und deren Auswirkungen zu bedenken – ausgehend von sich selbst. Denn die Macher sind zugleich auch Nutzer.

Firmen zum Thema

Zur Umsetzung von Industrie 4.0 werden viele gute IT-Spezialisten, Ingenieure und Wissenschaftler benötigt. Doch daneben ist ein Weiterdenken über den Tellerrand unbedingt notwendig.
Zur Umsetzung von Industrie 4.0 werden viele gute IT-Spezialisten, Ingenieure und Wissenschaftler benötigt. Doch daneben ist ein Weiterdenken über den Tellerrand unbedingt notwendig.
( Bild: Tarakos )

Was ist eigentlich Industrie 4.0? Dieser Begriff wird heute viel verwendet, obwohl zuvor nie die Rede von einer Industrie 1.0, 2.0 und 3.0 gewesen ist. Neu ist eher die Sichtweise auf drei vergangene industrielle Revolutionen und die Abgrenzung zum 21. Jahrhundert. Die Zählung beginnt mit dem Einsatz der Dampfmaschine (1.0) gegen Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts. Danach folgte die industrielle Serienproduktion durch Maschinen und Motoren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (2.0). Die Industrie 3.0 startete ab den 1960er-Jahren mit der IT-Anwendung und dem Einsatz von automatisierter Software und erstreckte sich bis zum Millennium.

Ähnlich wie bei politischen und gesellschaftlichen Revolutionen und Umbrüchen funktioniert die industrielle Revolution. Alte Technologien und Prozesse werden verworfen und durch neue ersetzt, die die Arbeit schneller machen und für den Menschen erleichtern sollen. In der Industrie 4.0 des 21. Jahrhunderts lauten die Schlagworte digitale Fabriken, Internet der Dinge, Cloud-Computing, Smart Factory, RFID und künstliche Intelligenz.

Ferne sind Begriffe wie virtual und augmented Reality, globale Netzwerke, neuronale Netze, Embedded Systems und die virtuelle Inbetriebnahme seit Ende der 1990er-Jahre zur Technikwelt gestoßen. Was im vergangenen Jahrhundert noch Science Fiction war, ist heute in unser Leben mit sämtlichen Lebensbereichen vorgedrungen und zur Realität und zum Alltag geworden.

Wie unser Alltag in einer Industrie 4.0 aussehen könnte

Wie verhält sich der Alltag eines Menschen, wenn die Keywords der Industrie 4.0, von denen viele noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, noch weiter zur Realität werden? Ein Beispiel: Am Feierabend stellt ein Mensch noch seinen Herd und seine Waschmaschine an und wählt ein TV-Programm aus. In naher Zukunft übernimmt die künstliche Intelligenz viele Aufgaben. Der Stromzähler beziehungsweise das E-Meter kommuniziert mit der Waschmaschine, wann die beste Zeit zum Waschen ist – wenn beispielsweise der Strom nachts billiger ist oder die Kraftwärmekopplungsanlage am Morgen sowohl Strom als auch Abwärme für die 60-°C-Buntwäsche deutlich umweltfreundlicher einsetzt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42541570)

Hannover Messe; Bild: Kuka; ; Bild: Tarakos; VCG; Wafios; picsfive - Fotolia; GFE; Siemens, 2019; Strack Norma; Schuler; Kasto; Arno Werkzeuge; ©Marc/peshkova - stock.adobe.com / Cadera Design; Dinse; Mack Brooks; Hommel+Keller; Otec; Oerlikon Balzers; Southco; Autoform/Rath; GOM; BMW; EVT; Thyssenkrupp; Karberg & Hennemann; Wirtschaftsvereinigung Stahl; Ceramoptec; Cold Jet; Untch/VCC; Trumpf; Automoteam; IKT; MPA Stuttgart; Kuhn; Vogel/Finus; Eckardt Systems