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Rohstoffpreise

Industrie sieht bei Stahlpreisen rot

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die enorm gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Stahlpreise stellen die deutsche Industrie derzeit vor besondere Herausforderungen. Die Industrieverbände der stahlverwendenden Branchen in Deutschland fordern deshalb Hilfe von der Politik. Zugleich kritisieren sie die Stahlhersteller ungewöhnlich deutlich.

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Heiß her geht es nicht nur bei der Stahlherstellung: Die Verbände der stahlverwendenden Branchen haben die Stahlhersteller scharf kritisiert. Bild: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Heiß her geht es nicht nur bei der Stahlherstellung: Die Verbände der stahlverwendenden Branchen haben die Stahlhersteller scharf kritisiert. Bild: Wirtschaftsvereinigung Stahl
( Archiv: Vogel Business Media )

Zusätzliche Belastungen durch politisch begründete Eintrittsbarrieren auf dem europäischen Markt und Zusammenschlüsse auf den Erz- und Kokskohlemärkten befürchten der Hauptverband der deutschen Bauindustrie, der Verband der Automobilindustrie, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, der Verband für Schiffbau und Meerestechnik, der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung, der Wirtschaftsverband Stahlbau und Energietechnik und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. In einer gemeinsamen Mitteilung appellierten sie am Mittwoch an die Politik, ihre industriepolitische Aufgabe für faire Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb wahrzunehmen. Die Europäische Kommission und die Bundesregierung seien gefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Stahl, der mit Abstand wichtigste Rohstoff der industriellen Fertigung in Deutschland, muss verfügbar bleiben, heißt es weiter. Der Wettbewerb dürfe im Interesse der konjunkturellen Entwicklung und der Stabilität der Lieferbeziehungen nicht künstlich eingeschränkt werden. Die geforderten Schutzzölle für Flachstahl gefährdeten den Industriestandort Deutschland zusätzlich.

Entwicklung der Rohstoffpreise belastet Mittelständler besonders

Gerade für den industriellen Mittelstand bleibe die Entwicklung der Rohstoffpreise eine enorme Herausforderung. Die Verbände fordern die Stahlindustrie daher auf, ihre Rolle als Entwicklungs- und Lieferpartner, als Teil der industriellen Wertschöpfung in Deutschland und Europa wahrzunehmen.

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