Suchen

Messtechnik Infrarot-Temperaturmesssystem überwacht Anlagen im laufenden Betrieb

| Redakteur: Udo Schnell

Ein berührungslos arbeitendes Temperaturmesssystem ist für das kontinuierliche Überwachen von Maschinen und Anlagen geeignet. Das System kann als Frühwarngerät bei kritischen Einrichtungen wie Schaltgeräten und Schaltschränken, Elektromotoren oder Pumpen verwendet werden. System und Sensorik sind nach IP65 geschützt.

Firmen zum Thema

Das Messsystem dient als Frühwarngerät bei kritischen Einrichtungen. Es informiert den Bediener bei Temperaturproblemen.
Das Messsystem dient als Frühwarngerät bei kritischen Einrichtungen. Es informiert den Bediener bei Temperaturproblemen.
(Bild: Raytek)

Für das kontinuierliche Überwachen von Strom führenden Teilen oder sich in Betrieb befindlichen Maschinen ist das Equipment Monitoring System (EMS) von Raytek ausgelegt. Wie das Unternehmen mitteilt, ermöglicht und erleichtert das berührungslose Temperaturmesssystem die vorausschauende und vorbeugende Wartung.

Infrarot-Temperaturmesssystem benachrichtigt Bediener bei Temperaturproblemen

Durch das Erfassen von Temperaturanstiegen oder -spitzen auf der Oberfläche von Geräten fungiert die Mehrkopflösung laut Raytek als Frühwarngerät bei kritischen Einrichtungen wie Schaltgeräten und Schaltschränken, Elektromotoren, Pumpen, Ofensteuerungen und Heizelementen. Es benachrichtigt Bediener, sobald Temperaturprobleme entstehen, und speichert Daten für Trendanalysen.

Die Früherkennung von durch Hitze verursachten Störungen und Ausfällen sowie eine bedarfsgerechte Wartung, die nicht auf Schätzungen beruht, resultieren in reduzierten Instandhaltungskosten, weniger Ausschuss durch unvorhergesehene Stillstandszeiten und besserer Sicherheit. Die Temperatur wird über das LCD-Kommunikationsmodul des Systems angezeigt und/oder über die Windows-7-kompatible PC-Software Datatemp Multidrop übermittelt.

Sensorik des Infrarot-Temperaturmesssystems für schwer erreichbare Installationsorte geeignet

Das „Plug-&-Play“-fähige EMS besteht den Angaben zufolge aus einer Systembox mit Hauptschalter, Stromversorgung und Kommunikationsmodul, einer Verteilerbox mit Kabel sowie Sensoren mit einstellbaren Montagewinkeln. Es nutzt die MI3-Technik, die es erlaubt, bis zu acht Sensorköpfe an eine MI3-Elektronikbox anzuschließen. Die Sensoren passen in schwer erreichbare oder geschlossene Installationsorte und überwachen Temperaturen von -40 bis 600 °C, heißt es weiter.

Die Systembox und die Sensoren sind nach IP65 geschützt, sodass eine lange Lebensdauer in anspruchsvollen Umgebungen erreicht wird. Das System wurde laut Raytek mit Hinblick auf Personensicherheit entwickelt und erlaubt es Anwendern, Temperaturen aus einer sicheren Entfernung abzulesen – dies kann durch beliebige Personen erfolgen; es werden weder zusätzliche Geräte noch eine spezielle Ausbildung benötigt. Mittels des integrierten Tastenfelds am Kommunikationsmodul können Nutzer manuell akustische Alarme einstellen; alternativ ist eine Programmierung mittels der seriellen RS485-Schnittstelle und der Datatemp-Software möglich.

(ID:38047610)