Universelles Innenrundschleifen Innenrundschleifmaschine mit neuen Design und vielen technischen Extras

Redakteur: Peter Königsreuther

Obwohl die Anlage schon zehn Jahre auf dem Maschinenbuckel hat, wurde die CT 960 von Studer rundum technisch optimiert und tritt dazu noch in völlig neuem Gewande auf. Die AMB 2012 war Schauplatz der ersten Begegnung mit den Kunden.

Firmen zum Thema

Bild1: Die CT960 von Studer kommt jetzt weitgehend optimiert, ergänzt und im neuen Outfit zum Kunden.
Bild1: Die CT960 von Studer kommt jetzt weitgehend optimiert, ergänzt und im neuen Outfit zum Kunden.
(Bild: Studer)

Genau richtig zum 100. Geburstag des Rundschleifexperten Studer aus der Schweiz, wurde dessen Universal-Innenrundschleifmaschine vom Typ CT 960 einer technischen und optischen Überholung unterzogen. Die Alleskönnerin, so Studer, punktet mit ihren vier Spindeln bei der Abarbeitung komplexer Schleifaufgaben seit 10 Jahren. Jetzt sei sie durch Optimierungen im Bereich der B-Achse und des Schleifrevolvers auch für zukünftige Herausforderungen gerüstet.

Abweichungen der Innenrundschleifmaschine außerhalb des Erfassungsbereiches

Als entscheidende Verbesserung an der CT 960 wird vom Hersteller die automatische B-Achse des Werkstückspindelstocks genannt, die diesen in einem Schwenkbereich 61 bis -91 ° bewegt und direkt angetrieben, jetzt sehr schnell und präzise positioniert. Auch das sehr genaue Schleifen mit Interpolation der B-Achse zum Bearbeiten von Radien wird so möglich, wie es heißt. Dank der Neukonzeption hat die B-Achse keine Auflagefläche mehr, ist komplett geschlossen und arbeitet so nahezu verschleißfrei bei höherer Dynamik. Mit einer Genauigkeit von weniger als 1/10' 000 ° verschwinden die Abweichungen in einen kaum erfassbaren Bereich, wie die Studer-Experten herausstellen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Der verbesserte Revolver mit Direktantrieb ist eine weitere sehr wichtige Komponente zur Komplettbearbeitung, sagt der Hersteller. Dieser ermögliche den Einsatz von bis zu vier Schleifspindeln und einem Messtaster. Werkstücke lassen sich so in der gleichen Aufspannung komplett bearbeiten und prozessunterstützt messen, berichtet das Unternehmen, und das auch bei minimalen Nebenzeiten und gleichzeitig höherer Präzision. Die Schwenkzeit bei 90 ° ist kürzer als 2 s und bei 270 ° dauert der Vorgang unter 3 s. Die Winkelstellung der Schleifspindeln ist in allen vier Positionen von –5 bis 30 ° stufenlos einstellbar. Was früher mechanisch indexiert wurde, erfolgt durch die Weiterentwicklungen jetzt über die Studer Simct-Software.

Detailverliebtheit der Innenrundschleifmaschine zahlt sich für den Kunden aus

Um zu optimalen Schleifergebnissen zu kommen, zählen auch die technischen Details, weiß Studer. Und ebensolche seien bei der Überarbeitung der CT 960 berücksichtigt worden: Einerseits sorge ein neuer Kühlmittelverteiler für einheitliche Verhältnisse im Innenraum, andererseits wurde der Maschinensockel, welcher aus Gusswerkstoff GGG60 besteht, mit Verrippungen versehen und ruht statt auf 6 nur noch auf 3 Auflagepunkten. Die neue Form und die damit verbundene höhere Steifigkeit sollen sich positiv auf das gesamte Achssystem auswirken. Eine schnittige Schleifscheibe ist eine weitere Voraussetzung für wirtschaftliches Arbeiten und für hohe Qualität am Werkstück.

(ID:36027310)