Universalwerkzeug für E-Autos Innovative Stanztechnik ermöglicht Fertigungsmöglichkeiten für die E-Mobilität

Autor / Redakteur: Sonja Ochs / M.A. Frauke Finus

Wachsende Nachfrage in der E-Mobilität stellt Fahrzeughersteller und Zulieferer vor Herausforderungen. Innovations- und Kostendruck fordern von Werkzeugherstellern neue Lösungen. Mit innovativer Stanztechnik entwickelt die Kleiner GmbH die Zukunft.

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Kleiner ermöglicht dank innovativem Stanzwerkzeugbau, dass Kunden ihre Leiterplatten wahlweise mit diversen Kontaktstiften wie Lötpins oder Elo-Pins ausstatten können – und zwar mit nur einem Werkzeug.
Kleiner ermöglicht dank innovativem Stanzwerkzeugbau, dass Kunden ihre Leiterplatten wahlweise mit diversen Kontaktstiften wie Lötpins oder Elo-Pins ausstatten können – und zwar mit nur einem Werkzeug.
(Bild: Kleiner)

Moderne Fahrzeuge sind rollende Computer und Meisterwerke der Elektronik. Schon ein klassischer Pkw mit Verbrennungsmotor beherbergt mehr als 100 Steuergeräte und rund acht Kilometer Kabel. Mit der Weiterentwicklung der E-Mobilität steigt der Bedarf an funktionalen Bauteilen zusätzlich rasant an. Für viele Problemstellungen suchen Fahrzeughersteller weiterhin nach geeigneten Lösungen, die von Zulieferern in einzelnen Bauteilen umgesetzt werden müssen. Dabei stellt diese die wachsende Modellvielfalt vor zusätzliche Herausforderungen. Um unterschiedliche elektronische Bauteile effizient und vor allen Dingen mit angemessenen Kosten herstellen zu können, müssen einzelne Komponenten entweder modellübergreifend verwendbar sein oder aber mit möglichst geringem Aufwand in unterschiedlicher Bauform, auch in geringerer Stückzahl herstellbar sein. Den Schlüssel hierzu liefern innovative Produktionswerkzeuge, die leicht angepasst werden können.

Mit nur einem Werkzeug zwei Möglichkeiten abdecken

Als innovatives Stanztechnikunternehmen entwickelt und produziert die Kleiner GmbH aus Pforzheim seit mehr als 35 Jahren Stanzwerkzeuge zur Herstellung hoch anspruchsvoller Kontaktierungselemente. Im Auftrag des dänischen Herstellers von Leistungsmodulen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge Danfoss entwickelte Kleiner ein Universalwerkzeug zur Montage von selektiv veredelten Lötpins oder wahlweise selektiv beschichteten Einpresszonen aus Hochleistungslegierungen (Elo Pin).

„Die erforderlichen Investitionen für Montagewerkzeuge in der Produktion von Leistungsmodulen, wie der neuen Danfoss Technologieplattform für Traktionswechselrichter, sind häufig enorm“, erklärt Torben Dierlamm, Vertriebsleiter bei Kleiner. „Hier mit nur einem Werkzeug zum Beispiel Leiterplatten wahlweise mit Lötpins oder mit Elo Pins ausstatten zu können, bedeutet eine enorme Kosteneinsparung und bietet Herstellern hohe Flexibilität durch die Möglichkeit unterschiedliche Kundenanschlüsse abzubilden.“

Zwei Vorteile miteinander verheiraten

Das Werkzeug ermöglicht die Montage der unterschiedlichen, separat am Band produzierten Kontaktstifte. Es „verheiratet“ gleichermaßen die bisher stärker nachgefragten Lötpins als auch die wegen ihrer positiven Eigenschaften zunehmend gefragten Elo-Pin-Einpresszonen mit einer Leiterplatte. Diese Eigenschaften sind zum Beispiel eine optimale elektrischen Verbindung bei gleichzeitig hoher mechanischer Stabilität und einer hohen Temperaturbeständigkeit.

„Mit dieser Form moderner, flexibler Werkzeuge rüsten wir OEM-Unternehmen für die immer schneller wechselnden Anforderungen ihrer Kunden“, so Dierlamm. „Wir freuen uns, damit einen Beitrag zum langfristigen Erfolg der Elektromobilität leisten und gleichzeitig demonstrieren zu können, wie wir in der Praxis unserem Credo ‚Wir denken Lösungen‘ im Interesse unserer Kunden gerecht werden.“

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