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Wartung und Inspektion Inspektionen mit Flugrobotern: Forschungsprojekt Aeroarms gestartet

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Der TÜV Nord hat für das innovative Forschungsprojekt Aeroarms gemeinsam mit neun internationalen Partnern im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020 den Zuschlag für eine Förderung erhalten. Dabei geht es um die Entwicklung eines komplexen Inspektionssystems auf der Basis eines Flugroboters mit integriertem Greif- und Montagearm sowie autonom agierenden „Prüfcrawlern“. Künftig soll es in der industriellen Inspektion und Wartung werden.

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Nicht ganz wie Raumschiff Enterprise, aber trotzdem so zukunftsfähig: TÜV Nord erntwickelt ein Inspektionssystems auf der Basis eines Flugroboters mit integriertem Greif- und Montagearm für die Wartung und.
Nicht ganz wie Raumschiff Enterprise, aber trotzdem so zukunftsfähig: TÜV Nord erntwickelt ein Inspektionssystems auf der Basis eines Flugroboters mit integriertem Greif- und Montagearm für die Wartung und.
(Bild: innovari - Fotolia)

„Dieses Forschungsvorhaben bietet uns die Möglichkeit, innovative Prüfmethoden auf der Basis der Robotik zu entwickeln, die heute in dieser Form noch nicht existieren“, sagt Dalibor Jerinic, Leiter Innovation bei TÜV Nord.

Die Inspektion von schwer erreichbaren Rohrleitungen und Anlagenkomponenten ist aufwendig und teuer. Heute müssen Betreiber für die Sachverständigen von TÜV Nord bei Inspektionen an unzugänglichen Stellen oft Gerüste aufbauen und Maßnahmen zur Arbeitssicherheit organisieren. In Zukunft setzt ein Fluggerät einen Prüfroboter ab. Dieser rund 40 x 30 cm große sogenannte Prüfcrawler, wahlweise ausgestattet mit magnetisierten Rädern, Prüfsensoren (zum Beispiel Ultraschall) und Kameras, inspiziert die Komponente selbstständig und sendet die gemessenen Daten und Bilder an den Computer des Sachverständigen, der die identifizierten Schäden am Material bewerten kann. Jerinic: „Diese Vorgehensweise spart dem Betreiber der Anlage Zeit und Geld.“

Neben TÜV Nord gehören unter anderem das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum, die Universität Sevilla und Alstom Inspection Robotics zu den Partnern des Projekts. Ziel des Konsortiums ist, bis 2019 einen einsatzfähigen Prototyp zu entwickeln.

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