Schuler/IFU Institut für Umformtechnik erforscht den Verschleiß von Werkzeugen

Redakteur: Dietmar Kuhn

Das Institut für Umformtechnik an der Universität Stuttgart hat seinen Maschinenpark um eine Servo-Kniehebelpresse von Schuler erweitert.

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Die etwa 6 m hohe Anlage verfügt über eine Presskraft von 5000 KN mit einer Tischfläche von 850 auf 800 mm.
Die etwa 6 m hohe Anlage verfügt über eine Presskraft von 5000 KN mit einer Tischfläche von 850 auf 800 mm.
(Bild: Schuler)

Die etwa sechs Meter hohe Anlage vom Typ MSL 1-500 in Monoblock-Bauweise verfügt über eine Gesamtpresskraft von 5000 KN und eine Tischfläche von 850 auf 800 mm. Auf der Kaltfließpresse untersuchen die Mitarbeiter des Instituts, wie die ServoDirekt-Technologie von Schuler den Verschleiß von Werkzeugen verringern und ihre Standzeit verlängern kann. „Des Weiteren sollen auf der neuen Servopresse Forschungsarbeiten zur Presskraftsenkung durch eine angepasste Stößelkinematik stattfinden“, erklärt Institutsleiter Prof. Mathias Liewald. Mit Hilfe der ServoDirekt-Technologie ist die Stößelbewegung gezielt programmierbar, weil die hochdynamischen und drehmomentstarken Servomotoren eine Veränderung der Geschwindigkeit zu jedem Zeitpunkt erlauben. Inwiefern dadurch in bestimmten Fällen auch die Presskraft gesenkt werden kann, ist nun Gegenstand der Untersuchungen.

Eine Besonderheit der Anlage stellen die beiden servohydraulischen Tisch- und Stößelauswerfer dar, mit denen zusätzliche Bewegungsachsen in die Umformwerkzeuge integriert werden können. So ist zum Beispiel die Überlagerung von Gegenkräften zur Erweiterung der Verfahrensgrenzen bestimmter Fließpressprozesse während des Pressvorganges denkbar. Außerdem wollen die Forscher herausfinden, ob und wie sich auf der Anlage Fließpressteile mit gesteigerter Bauteilfestigkeit herstellen lassen.

Für die neue Presse sucht das Institut darüber hinaus weitere Versuchsaufträge von Unternehmen.

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