Robotersteuerungen Integrierter CNC-Kern ermöglicht Direktverarbeitung von G-Code

Redakteur: Rüdiger Kroh

Mit dem neuen Softwarepaket Kuka.cnc bietet sich laut Kuka jetzt die Möglichkeit, CNC-Programme nach DIN 66025 direkt mit der Robotersteuerung abzuarbeiten.

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Mit Kuka.cnc bietet die Kuka Roboter GmbH die Möglichkeit, CNC-Programme nach DIN 66025 direkt mit der Robotersteuerung abzuarbeiten.
Mit Kuka.cnc bietet die Kuka Roboter GmbH die Möglichkeit, CNC-Programme nach DIN 66025 direkt mit der Robotersteuerung abzuarbeiten.
(Bild: Kuka)

Mit Kuka.cnc bietet die Kuka Roboter GmbH die Möglichkeit, CNC-Programme nach DIN 66025 direkt mit der Robotersteuerung abzuarbeiten. Der komplette Standardcode-Umfang kann über Kuka.cnc interpretiert und vom Roboter umgesetzt werden. Durch diese Möglichkeiten erweitern sich die Einsatzgebiete eines Industrieroboters für viele Anwendungsfelder.

Roboter wird zur Bearbeitungsmaschine mit offener Kinematik

Zwar gibt es viele Systeme zur Offline-Programmierung von Robotern auf Basis von CAD/CAM-Systemen; bisher fehlte aber die Durchgängigkeit der Prozessdaten bis zur Robotersteuerung. Grundvoraussetzung für die Bearbeitung der Programme war bislang die Übersetzung der CNC-Programme in die jeweilige Robotersprache mit Hilfe eines angepassten Postprozessors. Dabei kam es automatisch zu Informationsverlusten, da stets Funktionen aus dem CNC-Programm in den unterschiedlichsten Robotersprachen nicht unterstützt wurden.

Die direkte Einbindung des CNC-Kerns auf der Robotersteuerung wird der Roboter jetzt zu einer Bearbeitungsmaschine mit offener Kinematik, die die Vorteile eines Industrieroboters wie zum Beispiel der

große Arbeitsbereich, die hohe Flexibilität, niedrige Investitionskosten und die sechsachsige Bearbeitung mit den Vorteilen einer CNC-Steuerung wie G-Code-Programmierung, CNC-Benutzeroberfläche, Werkzeugradius-Kompensation und komfortable Werkzeugverwaltung kombiniert.

CNC-Modus der Robotersteurerung bietet Vorteile für Bahnprozesse

Der CNC-Modus bringt vor allem für Bahnprozesse große Vorteile. Bearbeitungsprogramme mit einer großen Anzahl an Bahnpunkten können über den CNC-Kern und dessen Unterfunktionen genauer und mit reduzierten Taktzeiten abgearbeitet werden.

Aber auch der Einsatz eines Roboters im Umfeld von herkömmlichen CNC-Bearbeitungsmaschinen wird durch die G-Code Verarbeitung neu definiert. In automatisierten Bearbeitungsanlagen kann zukünftig neben der Werkzeugmaschine auch der Roboter per DIN 66025 Code programmiert und bedient werden. Dies erleichtert die Roboterintegration und bietet vor allem dem Bediener an der Maschine einen wesentlichen Vorteil.

Bearbeitungsmaschine und Automatisierungsanlage verschmelzen zu einer Einheit

Durch die CNC-Programmierung eröffnet sich der Robotik eine Vielzahl neuer Programmiersysteme. Der Markt an CAD/CAM Systemen bietet für unterschiedlichste Bearbeitungsanwendungen entsprechende Speziallösungen.

Kuka Roboter GmbH auf der Automatica 2012: Halle B3, Stand 221

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