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Intensives Prüfen in 3D

| Autor: Simone Käfer

Durch eine schnelle Produktion verkürzen sich die Messzeiten. Eine Möglichkeit, die Produktinspektion trotzdem auf hohem Niveau zu halten, ist die Qualitätssicherung mit 3D-Systemen. Denn sie arbeiten automatisiert und sowohl schneller als meistens auch besser, als ein menschliches Auge es könnte.

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Hersteller und Anwender profitieren gleichermaßen von einem guten Inspektions-​system. Die Investition in eine auf den ersten Blick teure 3D-Lösung kann sich im Nachhinein lohnen.
Hersteller und Anwender profitieren gleichermaßen von einem guten Inspektions-​system. Die Investition in eine auf den ersten Blick teure 3D-Lösung kann sich im Nachhinein lohnen.
( Bild: © weerapat1003 - Fotolia.com )

Ob ein gutes 3D-Messsystem die Samsung-Endnutzer vor dem Ärger mit explodierenden Smartphones geschützt hätte? Möglich. Deutlich macht ein solcher Vorfall nur, wie wichtig Inspektionssysteme im und nach dem Herstellungsprozess sind. Niemand will fehlerhafte Produkte versenden – oder kann es sich im Wettbewerbskampf leisten. Deswegen werden schon lange auf die Qualität im Herstellungsprozess mehrere Augen geworfen. Für Sie haben wir ein Auge auf drei Angebote von Messsystemherstellern geworfen. Wie üblich informieren wir Sie nach den Erfahrungen unseres Anwenders über zwei mögliche Alternativen auf dem Markt der 3D-Qualitätssicherung.

Wabco stellt unter anderem komplexe Getriebesteuerungen her. Um die Pseudofehlerrate zu verringern und den First Pass Yield (FPY: die Anzahl von Produkten, die beim ersten Durchlauf fehlerfrei sind) zu erhöhen, testete der Automobilzulieferer die S3088 SPI und die S3088 ultra von Viscom.

Lotpasteninspektion in 3D

Das Gerät zur Lotpasteninspektion (SPI) überzeugt insbesondere durch die Möglichkeiten der automatisierten Datenverknüpfung über den Quality Uplink und den Verifikationsplatz Haran. Ein weiteres Plus ist die 3D-Funktion der S3088 SPI: „Wenn man nur von oben auf die Paste schaut, sieht man nur eine Fläche. Ich weiß aber nicht: Ist dieses Pastenvolumen auch hoch genug und habe ich damit definitiv mein Minimalvolumen erreicht? Das fängt man mit einer 3D-Prüfung besser ab als mit 2D“, erklärt Andreas Sommerfeld, Prozesstechniker bei Wabco. Zum Quality Uplink gehört auch der Closed Loop zwischen der Lotpasteninspektion und dem vorgeschalteten Schablonendrucker. Das SPI-System zum Beispiel ermittelt und sendet zyklisch bestimmte Werte an den Druckprozess. Damit kann der X-Y-Offset automatisch korrigiert werden.

Die Durchlaufrate verbessern

Für die Prüfzelle S3088 ultra hatte Wabco eine Anforderung von mindestens 80 % FPY vereinbart. Mit dem 3D-Raster könne man ganz einfach erkennen, ob das Bauteil da sei oder nicht. Die 3D-Analyse des AOI-Systems sorgt beispielsweise bei Bauteilschwankungen oder Koplanarität für schnelle und zuverlässige Ergebnisse. Viele Prüfmuster werden grundsätzlich vereinfacht, indem aufwendige verlinkte Analyseschritte entfallen können, und durch die 3D-Analyse sind die Bauteilkörper viel besser zu detektieren.

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group

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