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Marbach Investition in Rotation

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Die Marbach-Gruppe, Anbieter von Stanzformtechnik, investierte in den vergangenen beiden Jahren mehr als 5 Mio. Euro in den Bau einer Halle und in Maschinenausstattung für den Produktbereich Rotationswerkzeuge. Nachdem 2015 der Maschinenpark erweitert und modernisiert wurde, ist das Projekt „Neubau Rotationshalle Heilbronn“ für Marbach nun abgeschlossen. Für das Jahr 2016 erwartet man einen starken Umsatzzuwachs in diesem Bereich.

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Die Marbach-Gruppe fertigt seit über 20 Jahren Rotationswerkzeuge zur Herstellung von Zigaretten- und Liquidverpackungen. Jetzt ist eine neue Halle bezogen worden.
Die Marbach-Gruppe fertigt seit über 20 Jahren Rotationswerkzeuge zur Herstellung von Zigaretten- und Liquidverpackungen. Jetzt ist eine neue Halle bezogen worden.
(Bild: Marbach )

Die Marbach-Gruppe fertigt seit über 20 Jahren Rotationswerkzeuge zur Herstellung von Zigaretten- und Liquidverpackungen. Auch Unternehmen aus der Automobilindustrie oder der Medizintechnik gehören zu den Marbach-Rotationskunden. Im Lauf der Jahre wurde dieser Bereich bei Marbach Stück für Stück ausgebaut. Deshalb wurde nicht nur der Raum zu eng, auch die Anforderungen an Bodenbelastbarkeit stießen irgendwann an ihre Grenzen.

Neues Gebäude

Im Rahmen des Marbach-internen Strategieprojektes „Strategie 2023“ wurde vom Führungsgremium die Entscheidung getroffen, weiter in den Rotationsbereich zu investieren und diesen auszubauen. Um das geplante Umsatzwachstum realisieren zu können, wurde es notwendig, Platz für zusätzliche Maschinen in Form eines neuen Gebäudes zu schaffen.

Die neue Halle hat eine Nutzfläche von über 1300 m2. Die Bodenplatte wiegt 2000 t und ist 80 cm dick. Sie wird von 151 Betonpfählen, die 10 bis 12 m in die Erde ragen, getragen.

Nun steht alles an seinem Platz

Geschäftsführer Peter Marbach: „Die große Herausforderung beim Bau war der geschichtliche Hintergrund von Heilbronn-Böckingen. In direkter Nähe unseres Unternehmens befand sich ein Römerkastell, das von 85/90 n. Chr. bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts belegt war. Es hätte sein können, dass man beim Aushub auf archäologische Funde stößt. Doch das war noch nicht alles. Böckingen war im zweiten Weltkrieg von mehreren Luftangriffen betroffen. Deshalb war äußerste Vorsicht geboten. Wir hatten laut Baugenehmigung sogar die Pflicht, auf eigene Kosten eine Fachfirma für Kampfmittelbeseitigung zu beauftragen, Kampfmittel aufzuspüren und diese – im Falle eines Fundes – zu beseitigen. Zum Glück wurden beim Bau der neuen Halle aber weder römische Ausgrabungen noch Überreste von Kampfmitteln gefunden.“

Nachdem diese Hürden geschafft waren, wurde der Neubau fertiggestellt. Der Bezug fand bereits Ende 2014 statt. Doch damit war das Projekt noch nicht abgeschlossen. Erst Ende 2015 war alles komplett. Marbach: „Wir sind froh, dass das Projekt Rotation nun abgeschlossen ist und alles an seinem Platz steht. Wir haben nicht nur ein eingespieltes Team, auch die auf unsere Anforderungen abgestimmte Konstruktion der Halle bietet große Vorteile. Denn durch die spezielle Bauweise ist der Boden absolut vibrationsarm. Dies bedeutet maximale Präzision. Außerdem haben wir durch den Bau der Halle unsere Kapazitäten verdoppelt. Dadurch sind wir heute äußerst flexibel und können deutlich kürzere Lieferzeiten realisieren.“

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