Outsourcing

IT-Outsourcing ohne Entlassungen

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Inhouse bleiben anspruchsvolle Aufgaben für die IT

Dennoch sollte für die Mitarbeiter genügend Arbeit übrig bleiben, die sogar anspruchsvoller sein sollte als bisher. Denn: Ausgelagert wurden vor allem diejenigen Leistungen, die standardisiert geliefert werden können, wie die Installation und Wartung der Hardware, der Betrieb des Rechenzentrums sowie der Netzwerkbereich. Aufgaben, die im direkten Zusammenhang mit der Produktion stehen, wurden gezielt der firmeneigenen IT-Abteilung übertragen. Das betraf vor allem das neue ERP-System AP-plus, das nicht – wie früher geschehen – von einem externen Dienstleister eingeführt und angepasst werden sollte, sondern unter Einbindung der firmeneigenen IT-Mitarbeiter. Inhouse verbleiben sollten zudem die Steuerung der Dienstleister und grundsätzliche Entscheidungen über die IT-Strategie – etwa über die zukünftige Entwicklung der IT.

Die Verlagerung des Einsatzgebietes der firmeneigenen IT-Abteilung – weg von Standardaufgaben und hin zu firmenspezifischen Prozessen – erfolgte nicht nur im Sinne der betroffenen Mitarbeiter, sondern war eine strategisch kluge Unternehmensentscheidung. Denn so wird im Unternehmen wichtiges Know-how genutzt und weiter aufgebaut, die Firma behält die Kontrolle über ihre IT. Gleichzeitig rüstet sie sich für das Thema Industrie 4.0. Schließlich werden in der vollständig vernetzten Fabrik gerade die produktionsspezifischen IT-Prozesse stark an Bedeutung gewinnen. Damit die ERP-Software ebenso wie die gesamte IT besonders gut an die firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden kann, arbeiten die Mitarbeiter der zentralen IT-Abteilung bei Ferro eng mit den Fachabteilungen zusammen, die dafür jeweils einen Ansprechpartner bestimmt haben. Ebenso wichtig ist die Abstimmung mit den IT-Experten aus der Produktion, die zum Beispiel für die CNC-Laserschweißmaschinen verantwortlich sind.

Kosteneffizient und robust aufgestellt

Das bei Ferro Umformtechnik umgesetzte Outsourcing zeigt, wie die IT in einem mittelständischen Unternehmen trotz kleiner zentraler IT-Abteilung robust und zukunftsweisend aufgestellt werden kann. Zudem belegt es, dass eine Neuausrichtung in einem überschaubaren Zeitrahmen möglich ist und Kosten eingespart werden können. Nicht zuletzt jedoch war auch der bedrohliche Anlass für das Outsourcing längst kein Einzelfall und weist auf dringenden Handlungsbedarf im Mittelstand hin. Informationen zur Firma Axxcon finden Sie unter www.axxcon.com.

* Uwe Lachermund ist Senior Advisor bei der Axxcon GmbH & Co. KG in 70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. (07 11) 7 22 49-5 02, info@axxcon.com,

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