IT Security IT-Sicherheit im Umsatz-Aufwind

Redakteur: Robert Horn

Das Geschäft mit der digitalen Sicherheit wächst weiter kräftig: Um 6,5 % steigt der Umsatz der IT-Security-Branche in 2015, das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Prognosen des Marktforschungsunternehmens IDC.

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Der Umsatz in der IT-Sicherheits-Branche steigt: Ganze 6,5 % legten die Unternehmen innerhalb eines Jahres zu.
Der Umsatz in der IT-Sicherheits-Branche steigt: Ganze 6,5 % legten die Unternehmen innerhalb eines Jahres zu.
(Bild: Bitkom)

Der Umsatz mit Software und Services zur Verbesserung der IT-Sicherheit in Deutschland wird im laufenden Jahr voraussichtlich um 6,5 % auf 3,7 Mrd. Euro wachsen. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Prognosen des Marktforschungsunternehmens IDC. Der Markt für IT-Sicherheit legt damit stärker zu als der Gesamtmarkt für Software und IT-Services, der im Jahr 2015 in Deutschland voraussichtlich um 4 % wächst. Gut drei Viertel (78 %) des Umsatzes im Bereich IT-Sicherheit entfallen auf Dienstleistungen wie Beratung, Implementierung und Wartung, knapp ein Viertel auf spezielle Anwendungen wie Endgerätesicherheit, Zugriffsverwaltung oder Netzwerksicherheit.

„Die immer neuen Fälle von Hackerangriffen und Behördenzugriffen zeigen Wirkung: Das Bewusstsein für IT-Sicherheit bei Unternehmen und Privatanwendern ist gestiegen“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Folge sind wachsende Ausgaben für die Sicherung von Geräten und Netzen, um Angriffe abzuwehren und sensible Daten zu schützen.

Oft kaum mehr als das Basis-Sicherheitspaket vorhanden

Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Bitkom-Umfrage verfügen Unternehmen bei der Absicherung ihrer IT-Systeme vor Cyberangriffen lediglich über einen guten Basisschutz. So nutzen alle befragten Unternehmen Virenscanner, Firewalls sowie einen Passwortschutz für IT-Geräte. Auf der anderen Seite verschlüsseln nur 45 % ihre Daten und 40 % ihren E-Mail-Verkehr.

Intelligente Sicherheitssysteme zur Absicherung gegen Datenabfluss von innen (Data Leakage Prevention) nutzen 29 % und nicht einmal ein Viertel (23 %) verfügt über spezielle Angriffserkennungssysteme für Attacken von außen (Intrusion Detection). Diese Systeme analysieren die Datenströme in einer Organisation und melden verdächtige Aktivitäten. Rohleder: „Die gängigen Maßnahmen wie Virenscanner und Firewalls müssen durch intelligente Sicherungssysteme ergänzt werden.“ Zudem reiche ein rein präventiver Ansatz nicht mehr aus, da die Bedrohungen immer vielfältiger und die IT-Infrastrukturen immer komplexer werden. Die Unternehmen müssten lernen, mit Sicherheitsvorfällen professionell umzugehen und entstehende Schäden zu minimieren.

Der Wille zum Aufrüsten ist da

Die Bitkom-Untersuchung zeigt dabei die Bereitschaft, ganz konkret und kurzfristig in eine höhere IT-Sicherheit zu investieren. So planen 17 % der Unternehmen, eine Verschlüsselung ihrer Daten einzuführen, 18 % wollen in naher Zukunft E-Mails verschlüsseln und ebenfalls 18 % stehen vor der Einführung eines Angriffserkennungssystems. Immerhin 7 % wollen sich verstärkt gegen Datenabfluss von innen absichern.

Hinweis zur Methodik: Die Daten zum Markt für IT-Security Software and Services stammen vom Marktforschungsunternehmen IDC Central Europe. Für die Bitkom-Umfrage hat Bitkom Research 1.047 Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen ab 10 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

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