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Italiens Werkzeugmaschinenbau bleibt im Aufwind

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Trendwende bei den italienischen Herstellern von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automatisierungssystemen hat sich bestätigt. Wie der Verband Ucimu - Sistemi per Produrre mitteilt. stieg der Index der Bestellungen von Werkzeugmaschinen im ersten Quartal 2011 sogar zweistellig.

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Ucimu-Präsident Giancarlo Losma ist besorgt über den schwachen italienischen Werkzeugmaschinenmarkt. (Bild: MM-Archiv)
Ucimu-Präsident Giancarlo Losma ist besorgt über den schwachen italienischen Werkzeugmaschinenmarkt. (Bild: MM-Archiv)

Der Index erhöhte sich um 19,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einen Wert von 112,9 (2005=100). Demnach setzt sich der positive Trend mit fünf aufeinander folgenden Wachstumsquartale fort. Sorge bereitet indessen den Verantwortlichen die Kluft zwischen der Entwicklung des Inlandsmarkts, der immer noch stagniert, und des Auslandsmarkt, der ein Gutteil des 2009 verlorenen Terrains mit Bravour zurückerobert hat.

Italienischer Werkzeugmaschinenmarkt bleibt sehr schwach

Der Index der aus dem Inland eingegangenen Bestellungen zeigt mit einem Minus von 1,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2010 noch immer die Schwäche der Binnennachfrage. Deren Wiederbelebung scheint zögerlich, wie der Indexstand, der nicht über 69,2 Punkte hinauskommt, erkennen lässt.

Im Gegensatz dazu ist das Interesse, das den italienischen Herstellern auf den Märkten im Ausland zuteil wird, durchaus zufriedenstellend. Der Index der Auslandsaufträge hat sich im ersten Quartal 2011 um 32,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht. Mit 141,9 Punkten nähert er sich wieder den Rekordniveaus aus dem Jahr 2007 an.

China für Italiens Werkzeugmaschinenbauer größter Exportmarkt

Dabei entwickeln sich die Exportmärkte für die italienischen Hersteller sehr unterschiedlich. Im Jahr 2010 rückte China an die Spitze und nahm 14,2% der Exporte des Sektors ab. Es folgten Deutschland (10,5%), die USA (5,8%), Indien (5,6%), Frankreich (5,6%), Russland (4,8%) und Brasilien (4,7%). Auf den ersten sieben Rängen sind damit alle BRIC-Länder als wachstumsstarke Schwellenländer vertreten.

„Das Echo von Seiten der Auslandsmärkte ist zwar ermutigend”, sagte Ucimu-Präsident Giancarlo Losma, „ganz anders aber sieht es damit auf dem Inlandsmarkt aus, der noch Anlaufschwierigkeiten hat.“ Der anhaltende Tiefschlaf, in dem sich die Binnennachfrage befinde, errege Besorgnis und könnte die Produktionsstrukturen eines Sektors lahmlegen, der das Grundgerüst der Fertigungsindustrie des Landes bildet.

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