Ucimu Italiens Werkzeugmaschinenbauer und Automatisierer setzen auf Export

Redakteur: Stéphane Itasse

Für die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationsanlagen ist das Jahr 2011 positiv zu Ende gegangen: Alle wichtigen wirtschaftlichen Indikatoren sind zweistellig gestiegen, wie ihr Verband Ucimu – Sistemi per Produrre in Cinisello Balsamo mitteilt. Der positive Trend drohe sich aber 2012 abzuschwächen, zumal das internationale Umfeld noch äußerst instabil sei.

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„Die positive Performance ist alles in allem Frucht der hervorragenden Entwicklung der Exporte“, kommentiert Ucimu-Präsident Giancarlo Losma die Zahlen der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation. (Bild: MM-Archiv)
„Die positive Performance ist alles in allem Frucht der hervorragenden Entwicklung der Exporte“, kommentiert Ucimu-Präsident Giancarlo Losma die Zahlen der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation. (Bild: MM-Archiv)

Wie aus den vorläufigen Daten hervorgeht, das das Ucimu-Zentrum für Studien und Unternehmenskultur ausgewertet hat, stieg die Produktion der italienischen Branche 2011 auf 5,019 Mrd. Euro, was einen Zuwachs um 19,6% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, berichtet der Verband weiter.

Italiens Werkzeugmaschinenbau und Automatisierung in China schwächer

Dieses Ergebnis sei auf die Performance der Exporte zurückzuführen, die mit einem Plus von 29,3% einen Wert von 3,367 Mrd. Euro erreicht hätten. Der Untersuchung auf der Grundlage von Daten des italienischen Statistikamtes Istat zufolge waren in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 die Großabnehmer des italienischen Exports von Werkzeugmaschinen China, Deutschland, die USA, Brasilien, Frankreich, Indien, Russland, die Türkei, Polen und Spanien. Über das Jahr gesehen zeige sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Deutschland und China, die einander den Spitzenplatz in der Rangordnung der Absatzgebiete streitig machten.

Besonders stark stiegen laut Ucimu die Absätze in Deutschland (+62,9%) auf 228 Mio. Euro, in den USA (+99,4%) auf 170 Mio. Euro, in Brasilien (+84,1%) auf 115 Mio. Euro, in Frankreich (+23,2%) auf 105 Mio. Euro, in Indien (+19,7%), in Russland (+15%), in der Türkei (+85,1%), in Polen (+55,3%) und in Spanien (+14%). Gegen den Trend sanken die Absätze in China (-0,4%), das aber mit 240 Mio. Euro immer noch der größte Abnehmermarkt für die italienische Branchenproduktion sei.

Inlandsmarkt der Ucimu-Mitglieder wächst kaum

Hingegen zeigt der Inlandsmarkt nach Angaben von Ucimu deutliche Schwächen. Der Konsum, wenn auch mit einem Plus von 11,9%, habe sich 2011 auf gerade 2,761 Mrd. Euro belaufen. Der bescheidene Zuwachs der Inlandsnachfrage spiegle sich im zaghaften Wiederansteigen der Lieferungen der Hersteller auf dem heimischen Markt wider, die zwar um 3,8% zugenommen hätten, aber nicht über 1,652 Mrd. Euro hinausgekommen seien.

Markanter sei der Anstieg der Importe (+26,7%), deren absoluter Wert freilich knapp über 1,1 Mrd. Euro bleibe. Andererseits gehe aus der Analyse des Zeitraums von 2008 bis 2011 hervor, dass der Importanteil im Konsum um weniger als einen Prozentpunkt zugeommen habe und von 39,9% auf 40,2% gestiegen sei.

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