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Ucimu Italiens Werkzeugmaschinenmarkt fasst wieder Tritt

Redakteur: Stéphane Itasse

Der Auftragseingang der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation ist im dritten Quartal 2011 laut Mitteilung ihres Verbandes Ucimu, Cinsello Balsamo, um 58,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Vor allem wurde aber der Abwärtstrend im Inland endlich gestoppt.

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Ucimu-Präsident Giancarlo Losma ist erfreut über den Anstieg der Werkzeugmaschinenbestellungen im Inland: „Die Trendumkehr in einer so unsicheren Zeit gibt für die nahe Zukunft Anlass zur Hoffnung.“ (Bild: MM-Archiv)
Ucimu-Präsident Giancarlo Losma ist erfreut über den Anstieg der Werkzeugmaschinenbestellungen im Inland: „Die Trendumkehr in einer so unsicheren Zeit gibt für die nahe Zukunft Anlass zur Hoffnung.“ (Bild: MM-Archiv)

Der Index der Werkzeugmaschinenbestellungen zog von Juli bis September 2011 um 58,2% im Vergleich zum dritten Quartal 2010 an und erreichte 73,9 Punkte (Basis 2005=100) Dies gehe aus einer Erhebung des Zentrums für Studien und Unternehmenskultur von Ucimu – Sitemi per Produrre hervor. Damit setze sich der Aufwärtstrend seit Anfang 2010 fort.

Inlandsnachfrage nach Werkzeugmaschinen noch auf niedrigem Niveau

Nach vier aufeinander folgenden, rückläufigen Quartalen ist auch der Index Inlandsbestellungen wieder gestiegen. Trotz einem Plus von 96,8% bleibt der absolute Wert mit 30,3 aber noch auf niedrigem Niveau, wie Ucimu berichtet.

Hervorragend laufe die Entwicklung der Nachfrage aus dem Ausland, wobei die Auftragseingänge einen Anstieg um 32,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, auf einen absoluten Wert von 114,3 verzeichnen.

Ucimu-Präsident Giancarlo Losma kommentiert: „Trotz der äußerst unsicheren Rahmenbedingungen hat die italienische Industrie der Branche ein gutes Stück des Terrains wiedergewonnen, das sie während der Krise 2009 verloren hatte, und konnte ihre Aktivität auf den Auslandsmärkten entschieden ausbauen.”

Italiens Werkzeugmaschinenexport nach China sinkt

In den ersten sechs Monaten des Jahres stiegen die Exporte von Werkzeugmaschinen um 27,8% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2010, heißt es weiter. Eine Zunahme gab es bei den Lieferungen nach Deutschland (+67,3%), das wieder Absatzmarkt Nummer eins für das italienische Branchenangebot war; leicht rückläufig dagegen waren die Absätze in China (-1,3%). Ein positives Vorzeichen stehe vor den Lieferungen in die USA (+100,9%), nach Frankreich (+6,3%), Brasilien (+63,4%), Indien (+40%), Russland (+8,7%) und in die Türkei (+113,1%).

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