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VDMA Japan-Katastrophe setzt dem deutschen Maschinenbau noch nicht zu

| Redakteur: Stéphane Itasse

Im Moment gibt es laut VDMA noch keine Produktionsausfälle oder -behinderungen im deutschen Maschinenbau durch die Katastrophe in Japan. Allerdings schließt der Verband laut eigener Mitteilung nicht aus, dass es in den nächsten Wochen im Maschinenbau zu Engpässen kommen könnte, insbesondere bei Einzelkomponenten und elektronischen Steuerungen.

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Steuerungen und Komponenten aus Japan könnten als erstes knapp werden, befürchtet der VDMA. (Bild: MM-Archiv)
Steuerungen und Komponenten aus Japan könnten als erstes knapp werden, befürchtet der VDMA. (Bild: MM-Archiv)

„Das trifft dann aber grundsätzlich alle Kunden der Japaner weltweit, stellt also keine einseitige Belastung für den deutschen Maschinenbau dar“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse. „Japan ist eine wichtige Industrienation und hat neben der Produktion im eigenen Land ein großes Geflecht an Produktionsstandorten, sodass wir auch hier nicht in Panik verfallen sollten“, meinte er weiter. Die Weltkonjunktur habe sich bisher als sehr robust dargestellt – trotz aller Krisen, die zur Zeit weltweit existieren.

Maschinenbau erwartet keinen großen Einbruch durch Japan-Katastrophen

„Die Nachfrage nach Ausrüstungsgütern, insbesondere in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas, dürfte durch die schrecklichen Ereignisse in Japan wenig beeinträchtigt werden“, erwartet Hesse. Offen sei natürlich die Frage, welche psychologischen Auswirkungen die Ereignisse haben, denn das Wirtschaftsgeschehen sei häufig nicht mit rationalen Argumenten zu erklären. „Japan liege – entgegen den dramatischen Fernsehbildern – ja insgesamt nicht in Schutt und Asche“, sagte der VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Japan rangiert auf Platz 21 der Top-Märkte des deutschen Maschinenbaus mit einem Anteil von 1,3%. Die Branche exportiert vor allem Werkzeugmaschinen, Antriebstechnik und Fördertechnik.

Deutschland importiert viele Maschinen aus Japan

Die Maschinenimporte aus Japan sind doppelt so hoch wie die deutschen Maschinenlieferungen nach Japan: 2010: Platz 5 der Importe, 3,2 Mrd. Euro; der Import-Anteil liegt bei 7%. Dabei handelt es sich neben Komponenten wie Antriebs- und Lufttechnik auch um komplette Maschinen wie Werkzeugmaschinen.

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