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Automobilbleche Kathodischer Korrosionsschutz für die Warmumformung

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Dauerhaft korrosionsgeschützte Automobilbleche fertigt man aus verzinktem Stahlband. Das gilt generell jedoch nur für kalt umgeformte Blechteile Vor allem bei der wirtschaftlichen direkten Warmumformung war der Korrosionsschutz immer wieder eine Herausforderung . Mit der Beschichtung Gammaprotect will Thyssen-Krupp Steel Europe nun dem Rost bei Warmumformteilen keine Chance mehr lassen.

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Die elektrolytische Beschichtung hat einen hohen Schmelzpunkt (über 870 °C), der den extremen Temperaturen der Warmumformung standhält. Dadurch schützt sie Warmumformteile vor Verzunderung. Aufgrund der hohen Wärmebeständigkeit kann sich nach der Warmumformung einen aktiven, kathodischen Korrosionsschutz bieten – wie eine klassische Verzinkung für kalt umformbare Stahlblechteile.

Hohe Festigkeit wird durch Aufheizen und Abkühlen hergestellt

Aufgrund dieser Eigenschaft lässt sich laut Thyssen-Krupp Steel Europe das Anwendungsspektrum der Warmumformung um Blechteile im besonders korrosionsgefährdeten Nassbereich der Karosserie erweitern.

Im Vergleich zu dieser Entwicklung beträgt der Schmelzpunkt von Zink 419,5 °C.

Dadurch wird eine klassische Verzinkung in der Aufheizphase der Warmumformung flüssig. Bei der direkten Warmumformung ist das ein Risiko: Beim Umformen der heißen Blechplatinen kann flüssiges Zink das Werkstoffgefüge angreifen, so dass im fertigen Bauteil Risse entstehen.

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