Markiertechnik Kennzeichen XY endlich lösbar

Redakteur: Peter Königsreuther

Die dauerhafte und unverfälschliche Kennzeichnung von Werkstücken aus den verschiedenstens Materialien wird heute immer wichtiger. Besonders günstig können Markierungen mit CNC-Maschinen angebracht werden. Dafür gibt es jetzt ein geeignetes Werkzeug das auch automatisch gewechselt werden kann.

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Schweißnahtmarkierung mittels Fly-Marker PRO. Das Gerät kann mit einem optional erhältlichen Säulengestell auch schnell in ein Tischgerät umfunktioniert werden, wie der Hersteller berichtet.
Schweißnahtmarkierung mittels Fly-Marker PRO. Das Gerät kann mit einem optional erhältlichen Säulengestell auch schnell in ein Tischgerät umfunktioniert werden, wie der Hersteller berichtet.
(Bild: Markator)

Die neu entwickelten Markierwerkzeuge des Typs BZ-Marker von Markator von der Markator Manfred Borries GmbH gelten als günstige Möglichkeit zur dauerhaften Kennzeichnung veschiedenster Werkstücke direkt in einem CNC Bearbeitungszentrum – ob mit oder ohne automatischen Werkzeugwechsel, wie es heißt.

Mittels einer 12-mm- beziehungsweise 20-mm-Weldon-Werkzeugaufnahme oder durch eine entsprechende Spannzange können die BZ-Marker laut Hersteller einfach neben anderen Werkzeugen, wie zum Beispiel Bohrköpfen oder Fräsern im CNC-Bearbeitungszentrum integriert werden. Für die Anwendung brauche es weder Kühlschmiermittel - noch Drucklufteinsatz. Und das neue Markierwerkzeug funktioniert sowohl mit als auch ohne Spindeldrehung.

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Markierwerkzeug kennzeichnet fast alle Materialien

Markiert werden können verschiedenste Werkstoffe: von Aluminium über Stahl, Bronze, Kupfer, Messing, Titan sowie Kunststoff und vielen weiteren Materialien. Selbst bei harten Oberflächen haben die BZ-Marker eine vielfach längere Standzeit als ein üblicher Kennzeichnungsfräser. Durch die hochwertige Lagerung und seinen speziellen Aufbau ist es dem Anwender auch möglich, raue und glatte Oberflächen mit Unebenheiten zwischen 3 und 7 mm gleichmäßig, hochwertig und lesbar zu kennzeichnen, ohne dass ein manueller Höhenausgleich nötig wird. Die Markierung erfolgt durch eine Spezialnadel mittels Einritzen und werde durch eine Kombination aus Materialverdichtung und Materialverdrängung in die Werkstoffoberfläche gebracht. Von Vorteil ist auch, dass die meisten Werkzeugmaschinensteuerungen bereits Gravurprogramme hinterlegt haben. Abhängig von Werkstoff und gewünschter Markiertiefe kann zwischen den vier verschiedenen Werkzeuggrößen S, M, L und XL gewählt werden. Abgestimmt auf die Oberflächenhärte, kann das Werkzeug zusätzlich mit einem Hub von 20 mm individuell und stufenlos auf die gewünschte Kennzeichnungstiefe eingestellt werden. Die Länge der Werkzeuge ändert sich dabei nicht, wie es weiter heißt.

Mobiles Markiersystem in der industrieellen Praxis

Bis vor einigen Jahren war die Identifikation der Bauteile etwa bei der Firma Metallbau

Sonnleitner e.U. in Böheimkirchen (Österreich) kein großes Thema. Hergestellt werden alle Arten von Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumkonstruktionen, wie zum Beispiel Aluminiumfenster und -portale, Carports, Edelstahlgeländer sowie Dehnfugenprofile für den Hoch- und Tiefbau. Auch Konstruktionen und Fertigungen verschiedenster kundenspezifischer Spezialmaschinen sowie Lohnfertigungen gehören zum Portfolio von Sonnleitner.

Normen und Gesetze nötigen zum Umdenken

Bisher schafften es die Techniker und Monteure selbst nach Jahren, ein Werkstück wieder der betreffenden Zeichnung zuzuordnen. Wo doch Verwechslungsgefahr bestand, wurde mit recht primitiven Mitteln markiert: Etwa mit Körnerpunkten, Schlagziffern oder mittels Handgravierstift. Diese Beschriftungsmethoden sind zeitintensiv, optisch nicht sehr ansprechend und wenig präzise. Zusätzlich besteht bei der Verwendung von Schlagzahlen ein Verletzungsrisiko. Aufgrund von Normen- und Gesetzesänderungen, wie beispielsweise der seit Kurzem gültigen Stahlbaunorm EN1090, wird zunehmend ein sehr tief greifendes Qualitätsmanagement von den Firmen verlangt. Die Ansprüche an die Teilemarkierung und damit an die eindeutige Kennzeichnung von Werkstücken steigen somit enorm an.

Markator macht Workflow transparenter

Ausschlaggebend für den Kauf eines modernen und zu 100 % mobilen Handmarkiersystems Fly-Marker PRO von Markator war schlussendlich die Entwicklung des neuen Produktes der Firma Metallbau Sonnleitner e.U. – einem automatischen Werkzeugverwaltungsgerät. Dabei werden einzelne Handwerkzeuge elektronisch verwaltet und es ist jederzeit klar ersichtlich, welches Werkzeug sich bei welchem Mitarbeiter im Einsatz befindet. Der Zusatzaufwand für die Mitarbeiter ist minimal, der Vorteil für alle Beteiligten aber immens. Wesentlich für einen reibungslosen Ablauf dieser Idee, ist eine eindeutige und dauerhaft angebrachte Nummer auf jedem Werkzeug.

Aufgrund des Sicherheits- und Kostenaspektes kam ein Lasermarkiersystem für Sonnleitner nicht in Frage, und beim Vergleich von Nadelmarkiergeräten war das akkubetriebene Handmarkiersystem Fly-Marker PRO bald der eindeutige Favorit. Das mobile Nadelmarkiersystem ist kompakt und keinerlei Kabel behindern oder gefährden die Arbeit. Die besondere Software des Fly-Marker PRO ist einfach und intuitiv zu bedienen und mit der Option „Säulengestell“ kann das flexible Handmarkiersystem schnell in ein Tischmarkiersystem umgebaut werden. Somit können auch Kleinst- und Kleinteile einfach und präzise markiert werden.

Dreh- und Frästeile durch Markierung wirtschaftlicher kommissionieren

In der Zwischenzeit hat sich das Markiersystem Fly-Marker PRO bei der Firma Sonnleitner etabliert und wird für die unterschiedlichsten Aufgaben eingesetzt. Für die Markierung von lohngefertigten Dreh- und Frästeilen mit der vom Kunden gewünschten Artikelnummer. Für das Beschriften von Abdeckblechen und Verkleidungswinkeln, um beim Kommissionieren und auf der Baustelle den Griff zum Maßband überflüssig zu machen. Auch auf jede neue Handbohrmaschine wird nun das Firmenlogo der Firma Sonnleitner ins Kunststoffgehäuse markiert, damit erstens Verwechslungen mit anderen Firmen ausgeschlossen werden und es sich zweitens Langfinger vielleicht noch einmal überlegen. Natürlich werden auch Hämmer, Schraubenzieher und alle anderen Werkzeuge für die neuen automatischen Schränke entsprechend dauerhaft gekennzeichnet.

Ideal ist laut der Firma Sonnleitner, dass die Markierung auf Stahl auch nach der Nachbearbeitung wie zum Beispiel dem Feuerverzinken noch lesbar ist. Die Markierstärke und somit auch die Markiertiefe auf dem Werkstück kann individuell auf das jeweilige Teil eingestellt werden.MM

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