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Green Carbody Technologies Kick-off im Glashaus – Innovationsallianz geht an den Start

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Der Standort Deutschland ist im Aufbruch. Wissenschaft, Forschung und Industrie versuchen an einem Strang zu ziehen, wenn es um die technische Zukunft unseres Landes geht. Ein Beispiel dafür ist die Innovationsallianz „Green Carbody Technologies“, die in der „Gläsernen Manufaktur“ der Volkswagen AG ihren Kick-off hatte Ziel: das Automobil und seine Produktionsprozesse optimieren.

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Der Karosseriebau verschlingt immer noch zu viel Energie und belastet die Ressourcen. Die Allianz „Green Car- body Technologies“ will den Energieverbrauch bei der Herstellung von Autos um 50% reduzieren.
Der Karosseriebau verschlingt immer noch zu viel Energie und belastet die Ressourcen. Die Allianz „Green Car- body Technologies“ will den Energieverbrauch bei der Herstellung von Autos um 50% reduzieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Innovationsallianz „Green Carbody Technologies“ ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 Unternehmen in Deutschland. Dabei hat das „Green“ rein gar nichts mit der Farbe zu tun, sondern steht allein für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Automobilproduktion. Die Aufgaben die man in der Allianz verstärkt und vor allem gemeinsam lösen will, bestehen vorwiegend in der Entwicklung und Erarbeitung neuer Technik, optimierten Verfahrensabläufen und intelligenten Werkzeugen für die Karosseriefertigung. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Lösungen sollen denn auch so rasch wie möglich in die Praxis umgesetzt werden mit dem Ziel, 50% Energie im Produktionsprozess einzusparen.

Klimaschutz setzt Fahrzeugindustrie unter Zugzwang

Zur Kick-off-Veranstaltung in der „Gläsernen Manufaktur“ der Volkswagen AG in Dresden, wo unter anderen der Luxuswagen Phaeton produziert wurde, kamen etwa 80 Vertreter der Initiativpartner zusammen. „Wie wir bereits an der Zusammensetzung der Teilnehmer erkennen können“, so Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz und Sprecher der Allianz, „steht diese Innovationsallianz im Wesentlichen auf drei Säulen: erstens der Automobilindustrie, zweitens der Zulieferindustrie und drittens den beteiligten Forschungsinstituten.“

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Herausforderungen für die im Glashaus geschmiedete Allianz sind der globale Wettbewerb, der Klimaschutz und die immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen. Die Betrachtungen gehen dabei weit über das Auto hinaus, das, wenn es fährt, selbst ein enormer Energieschlucker ist, aber schon in der Produktion einen erheblichen Energieverbrauch verursacht. „Bei der Herstellung werden etwa 20% der Energie verbraucht, die ein Fahrzeug während seines Lebenszyklus beansprucht. Diesen Wert möchten wir in der Innovationsallianz halbieren“, erklärte Neugebauer.

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