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Eisenmann

Knickarm-Roboter lackieren komplexe Bauteile mit dreidimensionaler Struktur

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Wie sind Roboter und Lackierprozess steuerungstechnisch miteinander verknüpft, um eine optimale Beschichtung zu ermöglichen?

Meier: Bei Eisenmann ist die Steuerungsarchitektur modular aufgebaut. Die Roboter- und die Applikationssteuerung sind klar voneinander getrennt und werden parallel betrieben. Dieser Steuerungsaufbau ermöglicht dem Kunden eine optimale Beschichtung der zu lackierenden Teile. Dank des modularen Aufbaus kann die Eisenmann-Applikation mit jedem Robotertyp jedes Roboterherstellers verknüpft werden.

Wie beurteilen Sie das Lackieren von kleinen und mittleren Werkstückserien mit Hilfe eines Knickarm-Roboters?

Meier: Unter Berücksichtigung des ROI ist der große Vorteil einer Roboterlackierung die gleichbleibend hohe Qualität in Verbindung mit einer ausgereiften Prozessparameterdokumentation. Damit werden alle Vorgaben des heute gängigen Qualitätsmanagements erfüllt.

Häufiger als Knickarm-Roboter kommen bekanntlich Linearroboter beim Lackieren zur Anwendung. Wie würden Sie das Anwendungspotenzial, die Wirtschaftlichkeit und Effizienz beider Automationslösungen beschreiben?

Meier: Bei einem Vergleich der beiden Systeme spielt das zu beschichtende Teilespektrum stets eine große Rolle. Sind die zu beschichtenden Produkte ausschließlich zweidimensional, kann der Anwender die Vorteile der Linearroboter voll ausschöpfen. Dazu zählen geringere Investitionskosten, niedrigere Betriebskosten und einfachere Technik. Letzteres ist gleichbedeutend mit geringeren Anforderungen an das Betriebs- und Instandhaltungspersonal. Sobald die zu lackierenden Teile dreidimensional sind, ist der Betreiber mit einer Knickarm- oder Vario-Robot-Lösung gut beraten. Den höheren Investitionskosten und Anforderungen an das Know-how des Personals steht die große Flexibilität der Gesamtanlage gegenüber. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten im Bezug auf das zu lackierende Teilespektrum. So amortisieren sich die höheren Kosten in der Regel binnen kurzer Zeit. Losgelöst voneinander können beide Systeme hinsichtlich Effizienz nur schwer beurteilt werden. Erst die Verbindung von optimaler Applikationstechnik mit individuell passender Roboterauswahl macht das Gesamtsystem effizient. Dank des modularen Steuerungskonzepts ist diese Effizienz beim Einsatz des Eisenmann-Systems stets gegeben.

Welche weiteren Entwicklungen sehen Sie beim Zusammenspiel von Knickarm-Roboter und Lackiertechnik?

Meier: Der Automatisierungsgrad in den Lackierprozessen wird weiter steigen. Auch wenn bei dieser Entwicklung Teile des Prozessablaufs gesondert betrachtet werden müssen, so darf doch nie der Gesamtprozess aus den Augen verloren werden. Denn nur wenn alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, kann das gesamte Kosten- und Qualitätspotenzial verbessert werden.

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