Suchen

Lebensrettende Laser

Kompakte Lasereinheit am Unfallort

| Redakteur: Beate Christmann

Im Projekt Laser-Rettung entwickeln Forscher eine kompakte Lasereinheit, die bei Autounfällen Leben retten soll. Denn hochfeste Stähle und Verbundwerkstoffe verbessern zwar die Stabilität von Fahrzeugen, für Rettungskräfte ist es jedoch schwierig, diese in der Karosserie verbauten Materialien mit verfügbaren Rettungsmitteln zu durchtrennen.

Firmen zum Thema

Konventionelle Rettungsmittel stoßen bei Karosserien, in denen moderne Materialien wie hochfeste Stähle oder Verbundwerkstoffe verbaut sind, immer häufiger an ihre Leistungsgrenze.
Konventionelle Rettungsmittel stoßen bei Karosserien, in denen moderne Materialien wie hochfeste Stähle oder Verbundwerkstoffe verbaut sind, immer häufiger an ihre Leistungsgrenze.
(Bild: Stadt Dortmund – Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie)

Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH), sechs Verbundpartner sowie acht assoziierte Partner haben sich im Projekt Laser-Rettung zusammengefunden. Ihr Ziel ist es, eine mobile Lasereinheit für den Rettungseinsatz bei Verkehrsunfällen zu entwickeln. Diese soll dem Problem gerecht werden, dass Karosserien aufgrund der Verwendung hochfester Stähle und Verbundwerkstoffe immer schwerer und zeitaufwendiger zu durchtrennen sind. Im Fall einer eingeklemmten Person kann jedoch jede Sekunde überlebenswichtig sein.

Hochfeste Materialien in der Karosserie: Segen und Fluch zugleich

Statistiken zeigen, dass verbesserte Technik und moderne Materialien die Sicherheit im Straßenverkehr in den letzten 25 Jahren deutlich verbessert haben: Die Zahlen der Verkehrstoten sowie der Schwerverletzten sind zuletzt deutlich gesunken. Hierzu trägt unter anderem die Verwendung hochfester Stähle und Verbundwerkstoffe bei.

Zwar erhöhen die modernen Materialien die Fahrzeugstabilität, gleichzeitig jedoch stellen sie die Einsatzkräfte am Unfallort vor große Herausforderungen: Die verfügbaren Rettungsmittel wie Trennschleifer, Plasmaschneider oder hydraulische Rettungsscheren benötigen verhältnismäßig viel Zeit, um die Karosserie zu durchtrennen.In Einzelfällen versagen sie dabei sogar. Zeit aber ist der entscheidende Faktor im Rettungseinsatz – je schneller eine Person befreit werden kann, desto größer ist ihre Überlebenschance.

Lasereinsatz am Unfallort

An diesem Punkt setzt das Projekt Laser-Rettung an: Entwickelt werden soll eine kompakte Lasereinheit, die dort Anwendung findet, wo altbewährte Rettungsmittel an ihre Grenzen stoßen. Mit dem System sollen auch moderne Werkstoffe in kurzer Zeit zerschnitten oder so vorgekerbt werden, dass anschließend ein schnelles Durchtrennen mit konventionellen Werkzeugen möglich wird.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44412838)