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Agtos Kompakte Rollbahn-Strahlanlage für kleinere Betriebe

Redakteur: Carmen Kural

Nachdem sich ein Bedarf für Strahlmaschinen auch für kleinere Betriebe in der Stahlbranche abzeichnete, reagierte Agtos mit der Entwicklung einer Maschine, die diesem Bedürfnis nachkommt.

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Ocean Blaster Auslauf.
Ocean Blaster Auslauf.
(Bild: Agtos)

Beim Ocean-Blaster handelt es sich um eine kompakte Rollbahn-Strahlanlage für kleinere Betriebe, für die sich aufgrund der Auslastung bislang keine Schleuderrad-Strahlanlage rentierte. Die zu bearbeitenden Werkstücke können bis zu 1000 mm hoch und 500 mm breit sein.

Die Anlage hat eine Höhe von 4,1 m. Damit ist die Maschine auch in kleineren Produktionshallen ohne Fundament einsetzbar, wie das Unternehmen mitteilt. Zudem sei die Maschine bedienerfreundlich gestaltet. Eine Wartungsbühne ermögliche den schnellen Zugang zur Windsichtung, passend dimensionierte Wartungsöffnungen stellen im Wartungsfall den einfachen Zugriff auf Verschleißteile sicher.

Entscheidende Vorteile

Vor Beginn des Strahlvorgangs stellt der Bediener per Drehpotentiometer die Vorschubgeschwindigkeit ein, die dem Grad der Verschmutzung, respektive des gewünschten Reinigungsgrades der Werkstücke entspricht. Für die Bearbeitung von Oberflächen, die nach dem Strahlprozess einen Reinheitsgrad von BSa 2,5 aufweisen sollen, betrage die Durchlaufgeschwindigkeit bei Verwendung von Rundkornstrahlmittel im Regelfall circa 1,0 m/Min.

Der Ocean-Blaster verbraucht Unternehmensangaben zufolge eine geringe Menge an Energie und Strahlmittel im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen. So werden die Betriebskosten niedrig gehalten.

Um die Bauhöhe der Strahlmaschine niedrig zu halten, wurde das Becherwerk in zwei Teile geteilt. Der erste Teil übernimmt die Strahlmittelreinigung. Der zweite Teil ist für die Zuführung des Strahlmittels zu den Hochleistungsturbinen zuständig, wie es heißt.

Damit die Verschleißkosten niedrig bleiben, sorge eine Werkstückverfolgung am Einlauf der Strahlmaschine dafür, dass den Turbinen nur dann Strahlmittel zugeführt wird, wenn sich ein Werkstück im Strahlbereich befindet. Hat das vollständig gereinigte Teil den Strahlbereich passiert und ist kein weiteres Werkstück in die Strahlkammer eingelaufen, so werde dies erkannt, woraufhin die Strahlmittelzufuhr geschlossen und der zweite Teil des Strahlmittelkreislaufes zusammen mit den Turbinen ausgeschaltet wird.

Wenn innerhalb von 15 Min. kein weiteres Werkstück an der Einlauf-Lichtschranke erkannt wird, schaltet sich der erste Teil des Strahlmittelkreislaufes aus. Für einen weiteren Strahlvorgang muss die Anlage per Knopfdruck erneut gestartet werden.

Nach Durchlaufen der Strahlzone gelangen die Werkstücke zur Abblasvorrichtung, die ebenfalls automatisch durch das Schieberegister aktiviert wird. Ein Hochdruckgebläse versorgt Luftdüsen, die so ausgerichtet sind, dass auf den Werkstückoberflächen verbliebenes Strahlmittel abgeblasen und dem Strahlmittelkreislauf wieder zugeführt wird, so Agtos. Die Auslaufschleuse verfüge, der Eingangsseite entsprechend, über mehrere Reihen von Dichtlamellen. Der Austritt von vagabundierendem Strahlkorn werde somit zuverlässig vermieden.

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