Otto Klostermann Kompetenz in große Profilen und präzisen, kleinen Löchern

Autor M.A. Frauke Finus

Eine, die schon richtig lange Erfahrung in Sachen Trennen und Kaltverformen hat, ist die Otto Klostermann GmbH aus Castrop-Rauxel. Neben dem Besitz einer der größten Abkantpressen Europas, ist man besonders auf das Feinplasmaschneiden spezialisiert. Schneller und damit günstiger als der Laser, sieht man bei Klostermann eine große Zukunft für´s Plasma.

Anbieter zum Thema

Zum Schneiden betreibt Klostermann Feinstrahlplasmaschneidmaschinen von Messer Cutting Systems. Spezialität ist das gleichzeitige Anbringen der Schweißphasen.
Zum Schneiden betreibt Klostermann Feinstrahlplasmaschneidmaschinen von Messer Cutting Systems. Spezialität ist das gleichzeitige Anbringen der Schweißphasen.
(Bild: Klostermann)

1848, als in Deutschland und ganz Europa bürgerlich-revolutionären Erhebungen gegen die zu dieser Zeit herrschenden Mächte der Restauration stattfanden, gründete Otto Klostermann als einen der ersten stahlverarbeitenden Betriebe im Ruhrgebiet: das Unternehmen Otto Klostermann. Im Jahr 1945 wurde der Betrieb dann vom Sohn Raymund Klostermann übernommen und 1969 neben dem Schmieden um den Bereich der Blechverarbeitung erweitert. Seit 1998 führt bereits die 5. Generation das Unternehmen: Die Brüder und Geschäftsführer Thomas und Hans-Martin Klostermann.

Plus Size: große Profile sind die Spezialität

Heute umfassen die Fertigungsmöglichkeiten die Verarbeitung von Fein-, Mittel-, Grob- und Belagblechen für Kunden aus den Bereichen Fahrzeug-, Brücken-, Schiffs-, Bagger- und Waggonbau sowohl in normalen als auch in rost-, hitze- und säurebeständigen Ausführungen. Auf 30.000 m2 im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel werden jährlich etwa 30.000 t Stahl verarbeitet.

Bildergalerie

„Wir haben uns auf die Stahl-, Schneid- und Kaltformtechnik sowie auf die Fertigung besonders großer Stahlprofile spezialisiert“, erklärt Thomas Klostermann. Dank der großen Lagerflächen ist immer viel Rohmaterial auf Abruf verfügbar, es können aber auch auf Kundenwunsch fertige Werkstücke vorübergehend eingelagert werden.

Besonders stolz ist man in dem 30-Mann-Betrieb auf eine der größten Abkantpressen Europas, die in den eigenen Hallen steht. Die Anlage von Mengele ermöglicht eine Abkantlänge von 16.100 mm und eine Presskraft von 4.000 t. Außerdem ist auf einer andern Mengele-Presse das Abkanten von Teilen mit einer Länge bis 20.000 mm möglich. „Da wir so große Werkstücke in einem Stück biegen können, sparen sich unsere Kunden Nacharbeiten, wie Schweißen“, erklärt Klostermann. Dank dem Einsatz vieler Spezialwerkzeuge ist oft nur ein Hub nötig und die Teile sind fertig. Die Werkzeuge werden entweder vom Kunden geliefert, zugekauft oder selbstgebaut.

Zylindrische Löcher höchst präzise schneiden

Zum Schneiden betreibt Klostermann Feinstrahlplasmaschneidmaschinen von Messer Cutting Systems. Spezialität ist das gleichzeitige Anbringen der Schweißphasen, dadurch wird es möglich, dem Kunden das Werkstück einbaufertig zu übergeben. Außerdem ermöglicht eine innovative Software, dass die Anlage mit höchster Präzision zum Beispiel zylindrische Löcher schneiden kann. Die True-Hole-Technologie ist eine spezielle Kombination von Schneidparametern, die für die jeweilige Materialstärke und Lochgröße automatisch optimiert werden. „Mit der True-Hole-Technologie werden Abschrägungen fast vollständig beseitigt und Unebenheiten werden aus dem Loch nach außen verlagert. Die True-Hole-Technologie bietet eine Verbesserung der Zylindrizität von Löchern in unlegierten Stahl bis 50 % im Vergleich zu anderen Plasmaanlagen“, erklärt Klostermann. Schnell und kostengünstig erfolgt das Anfasen mit dem Skew-Rotator-Infinity-Fasenkopf. So kann stufenlos auf jeden Fasenwinkel zwischen -45° bis + 45° eingestellt werden. Bis zu einer Länge von 56.000 mm und einer Breite von 6800 mm kann bei Klostermann plasmageschnitten werden. „Wir sehen ganz klar eine rosige Zukunft für das Feinstrahlplasmaschneiden, weil es einfach wirtschaftlich ist. Plasma ist schneller und damit günstiger als der Laser“, erklärt Klostermann.

Das Portfolio der Trenntechniken wird noch ergänzt durch die Schere und durch Laserschneiden auf verschiedenen Anlagen von Esab. Die zu verarbeitende Werkstoffplatte reicht hier von Baustählen über Edelstähle bis hin zu Nichteisenmetallen. Bis 26.000 mm Länge, 5200 mm Breite und 22.000 mm Stärke kann lasergeschnitten werden.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43418405)