Schweißgeräte Komplette manuelle In-House-Fertigung in der Automobilmanufaktur

Autor / Redakteur: Bettina Merkelbach / Stefanie Michel

Dort, wo Sportwagen noch fast in Handarbeit hergestellt werden, spielt die technische Perfektion eine große Rolle. Um dies auch in der Metallverarbeitung zu realisieren, setzt eine Automobilmanufaktur auf Schweißgeräte, die höchste Schweißqualität mit Multifunktionalität vereinen. Erst damit lässt sich der Perfektionsanspruch konsequent in der Praxis umsetzen.

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(Bild: Wiesmann)

Die Automobilmarke Wiesmann steht für exklusives Design, technische Perfektion und Fahrspaß. Um diesen hohen Qualitätsanspruch konsequent in der Metallverarbeitung umsetzen zu können, hat die firmeneigene Schlosserei sich für Geräte von Rehm Schweißtechnik entschieden. Die Manufakturphilosophie – fast 100 % Handarbeit – fordert von den Schweißern, dass sie alle eingesetzten Anwendungen und Verfahren perfekt beherrschen. Die WIG- und MIG/MAG-Stromquellen von Rehm bieten hierfür die optimalen gerätetechnischen Voraussetzungen.

So kommen beispielsweise die Quattro-Version der Synergic-Pro² sowie das WIG-Schweißgerät Invertig-Pro 280 AC/DC zum Einsatz, die sich durch beste Schweißeigenschaften und hohe Multifunktionalität auszeichnen.

Hochwertige Schweißnähte ersparen lange Vor- und Nachbearbeitung

Durch die intuitiven, intelligenten Bedienkonzepte werden viele Funktionen einfacher und schneller nutzbar – auch wenn sie nur sporadisch benötigt werden. Dies steigert die Qualität der Schweißnähte und spart in der Vor- und Nachbereitung Zeit und damit Kosten. Die bedienerfreundlichen Rehm-Schweißtechnologien erlauben es den Wiesmann-Schweißern, den firmeneigenen Perfektionsanspruch konsequent in der Praxis umzusetzen.

Gewagte Kurven, ausladende Kühlergrills, glänzender Lack, glattes Leder, schnörkellose Armaturen – der Showroom im westfälischen Dülmen geizt nicht mit dem, was die Marke Wiesmann ausmacht: Fernab von jeder Serienproduktion werden hier einige der exklusivsten und schnellsten Sportwagen der Welt in Handarbeit gefertigt. Seit 1988 zeichnen sich die Boliden aus der Wiesmann-Manufaktur durch zeitlos aufsehenerregendes Design, kombiniert mit modernster Technik, aus.

Geschweißte Elemente der Sportwagen müssen hochstabil und temperaturfest sein

Damit die Sportwagen Dynamik und Fahrspaß garantieren, müssen auch die geschweißten Elemente wie das Fahrwerk des MF3-Roadsters hochstabil und temperaturfest sein. Hierfür wird die WIG-Punktschweißfunktion der Invertig-Pro 280 AC/DC eingesetzt. Sie ermöglicht eine präzise auf Materialart und -stärke abgestimmte Einstellung der Schweißzeit. So können die Stahlrohre mit deutlich höheren Stromstärken als im Normalbetrieb geheftet werden.

Anschließend wird der komplette Stahlrohrrahmen mit der MIG/MAG-Stromquelle Synergic-Pro² 230-4 Quattro-MIG geschweißt. Das Ergebnis sind präzise Nähte, die höchsten Belastungen standhalten, sowie nahezu kein Verzug und dadurch weniger Nacharbeit. Die Schweißstromquelle ist mit ihrem 4-Rollen-Antrieb und den zusätzlichen Synergiekennlinien für das Schweißen von Aluminiumwerkstoffen ein Allrounder.

Elektronische Schweißdrossel sorgt für eine hohe Lichtbogenstabilität

Beim WIG-Schweißen der Abgasanlagen aus Edelstahl punktet die Synergic-Pro² bei den Wiesmann-Mitarbeitern vor allem durch ihre hohe Lichtbogenstabilität. Hierfür sorgt die elektronische Schweißdrossel SDI („Stepless Dynamic Induction“) mithilfe eines integrierten Mikroprozessors, der die Netzspannung überwacht und Netzschwankungen sofort kompensiert. Das Ergebnis: ein außergewöhnlich stabiler Lichtbogen, der eine präzise Wärmeeinbringung in das Schmelzbad erlaubt und dadurch optimale Schweiß-ergebnisse liefert.

Zum Schweißen sehr geringer Materialdicken bei Aluminiumschweißungen wird von den Wiesmann-Praktikern auch die Dual-Wave-Funktion der Invertig-Pro eingesetzt: Diese Funktion reduziert den überschüssigen AC-Anteil im Lichtbogen auf das notwendige Minimum und verhindert auf diese Weise ein Durchbrennen des dünnen Aluminiums.

Jeder Schweißer muss die Schweißverfahren perfekt beherrschen

Die zu fast 100 % manuelle In-House-Fertigung ist eine Herausforderung für jeden Wiesmann-Mitarbeiter: Dadurch, dass nur ganz wenige Fertigungsschritte ausgelagert werden, muss jeder ein breites Spektrum abdecken. So müssen die eingesetzten Schweißverfahren von allen Schweißern perfekt beherrscht werden. „Wir sind keine Maschinen, jeder hat seine individuellen Stärken. Aber die Rehm-Schweißgeräte gleichen den Rest zuverlässig aus“, beschreibt Schlossereileiter Andreas Jasper die Anwenderunterstützung.

Dank der Multifunktionalität der Schweißgeräte und der intelligenten Rehm-Bedienkonzepte sind die Schweißspezialisten in der Lage, bei allen eingesetzten Verfahren zuverlässige Ergebnisse mit höchsten Qualitätsstandards zu erzielen und so die Wiesmann-Manufakturphilosophie in der Praxis umzusetzen. „Wir können mehr Funktionen nutzen und durch die intuitive Bedienung auch schneller umsetzen“, beschreibt Schweißer Viktor Alexejenko die mit der Rehm-Schweißgerätetechnik erzielte Qualitätssteigerung. Außerdem können Nacharbeiten auf ein Minimum reduziert werden, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.

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