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Temporärer Korrosionsschutz

Konservierungslinien mit vielen verbesserten Details

| Autor: Stéphane Itasse

Der temporäre Korrosionsschutz von Blechen und Profilen ist qualitätsentscheidend. Neuartige Konservierungslinien, um ihn aufzubringen, bieten dabei Prozess- und Kostenvorteile. Der Hersteller Rösler Oberflächentechnik zeigt sie erstmals auf der Euroblech 2016 vom 25. bis 29. Oktober in Hannover.

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Pfiffige Details der Konservierungslinien sorgen beim Strahlen und Lackieren für Qualität und Wirtschaftlichkeit.
Pfiffige Details der Konservierungslinien sorgen beim Strahlen und Lackieren für Qualität und Wirtschaftlichkeit.
( Bild: Rösler Oberflächentechnik )

Schlüsselfertige Konservierungslinien bestehen meist aus Fördersystemen, einem Vorwärmer, einer Rollenbahnstrahlanlage, dem Lackierautomaten mit Oversprayabscheidung sowie einem Lacktrockner mit Kettenförderer, die für einen automatischen Prozess miteinander verkettet sind. Werden die Teile im Freien gelagert, entfernt eine Abblasestation vor dem Vorwärmer lose anhaftende Verunreinigungen und Feuchtigkeit. Beim Einsatz lösemittelhaltiger Lacksysteme wird die Abluft aus dem Trockner in eine Nachverbrennung geleitet.

Konservierungslinien vereinen hohe Qualität und Durchlaufgeschwindigkeit

Entscheidend dafür, welche Qualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit mit der Konservierungslinie erzielt werden, ist einerseits die Auslegung auf das zu bearbeitende Werkstückspektrum, andererseits die Konstruktion der einzelnen Komponenten. Das Lieferprogramm von Rösler beinhaltet daher Anlagen, die bei hoher Qualität mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von bis zu 8 m/min arbeiten.

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Die Fortschritte beginnen beim neu entwickelten Hochkonvektionsvorwärmer mit 250 mm dicker Isolierung, in dem die Werkstücke auf eine Temperatur von 20 bis 40°C gebracht werden. Im Gegensatz zu konventionellen Vorwärmern verfügt er über mehrere frequenzgesteuerte Ventilatoren. Dadurch kann die Leistung an die Materialstärke des Werkstücks und die Durchlaufgeschwindigkeit angepasst werden. Gleichzeitig sorgt das Umluftsystem dafür, dass die Teile von allen Seiten mit warmer Luft umströmt werden. Dies trägt nicht nur zu einer schnelleren Temperierung bei, sondern reduziert auch den Energieverbrauch.

Strahlkammer mit besonders effizienten Strahlturbinen ausgerüstet

Vom Vorwärmer geht es weiter in die Rollenbahn-Strahlanlage. Die Strahlkammer besteht serienmäßig aus Manganstahl, zusätzlich befinden sich im Strahlraum auswechselbare, überlappend angeordnete Platten aus dem gleichen verschleißfesten Manganstahl. Die Strahlanlage ist mit Gamma 400 G-Turbinen ausgestattet. Diese ermöglichen im Vergleich zu herkömmlichen Standardturbinen bei 15 bis 20 % höherer Strahlleistung eine mindestens doppelte Standzeit. Sie sind in der Strahlkammer oben und unten geneigt angeordnet und strahlen in einem definierten, geneigten Winkel auf die Werkstücke. Aus dieser Schrägstellung resultiert im Vergleich zu Turbinen, die mit 90° strahlen, ein um 15 bis 25 % höherer Entzunderungs- beziehungsweise Entrostungseffekt, der die erforderliche Strahlzeit verkürzt.

Die Werkstückabreinigung mit rotierender Bürste und gebündeltem Luftstrom verfügt serienmäßig über eine Werkstückerkennung und automatische Höheneinstellung. Dies stellt einerseits sicher, dass alle Werkstücke strahlmittel- und staubfrei aus der Anlage kommen. Andererseits sind keine manuellen Eingriffe erforderlich, gleichzeitig wird ein hoher Bürstenverschleiß durch eine unangepasste Höhe verhindert. Die Strahlmittelaufbereitung und Filteranlage können produktionsflächensparend auf der Anlage positioniert werden. Großzügige Wartungstüren ermöglichen den einfachen Zugang in die Strahlkammer.

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