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KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess reduziert Kosten bis 15%

| Autor / Redakteur: Jochen Buchele / Reinhold Schäfer

Ein Entwickler und Produzent von Verkaufsautomaten hat mit einer Frankfurter Consulting-Gesellschaft ein Projekt zur Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses aufgesetzt. Die Kosten im Unternehmen wurden durch höhere Produktivität in manchen Bereichen um 15% gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit wurde gesteigert.

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Die Erfahrung der Berater aus mittlerweile mehr als 600 durchgeführten Projekten zeigt, dass in der Regel in jedem Betrieb 15 bis 20% mehr Produktivität stecken (im Bild Pulverbeschichtungsanlage bei Sielaff). (Bild: Sielaff)
Die Erfahrung der Berater aus mittlerweile mehr als 600 durchgeführten Projekten zeigt, dass in der Regel in jedem Betrieb 15 bis 20% mehr Produktivität stecken (im Bild Pulverbeschichtungsanlage bei Sielaff). (Bild: Sielaff)

Die b-k-p Consulting hat bei der Sielaff GmbH & Co. KG einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) eingeführt. Seit dem offiziellen Projektende im Jahr 2009 unterstützen die Berater des durchführenden Unternehmens den KVP langfristig durch regelmäßige Reviews, bei denen sie den Blick von außen in den Alltag einbringen: Was hat sich bewährt, was braucht Auffrischung, was hat sich als nicht geeignet erwiesen? Denn im Alltag schleift sich eben manches etwas ab.

KVP ermöglichte ISO-Zertifizierung innerhalb von acht Monaten

Für die Sielaff-Geschäftsführung ist die Einführung des KVP dennoch eine Erfolgsgeschichte, nicht nur, weil bei gleicher Wertschöpfung die Kosten in verschiedenen Bereichen um 15% reduziert werden konnten. Das Unternehmen hat innerhalb von nur acht Monaten die Zertifizierung ISO 9001:2008 erhalten.

Bildergalerie

Ohne den KVP und ohne die Mithilfe des Consulters wäre dies nach Einschätzung der Sielaff-Unternehmensführung kaum in dieser kurzen Zeit möglich gewesen. Entscheidend aber ist und bleibt, dass der KVP von den Mitarbeitern und Führungskräften angenommen, getragen und gelebt wird.

Sielaff mit Hauptsitz im fränkischen Herrieden nahe Ansbach beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Die erfolgreichste Zeit des Unternehmens war geprägt durch die Produktion von solarbetriebenen Zigarettenautomaten in sehr großen Stückzahlen kurz nach der Jahrtausendwende.

Fertigung vor dem KVP-Projekt zu sehr auf große Stückzahlen ausgelegt

Durch gesetzliche Änderungen (Nichtraucherschutz) ist dieser Geschäftsbereich deutlich zurückgegangen. Heute bestimmen andere Automaten das Sielaff-Geschäft: Ob auf Knopfdruck ein schneller Kaffee (Bild 1 – siehe Bildergalerie), ein Kaltgetränk in der Kantine, kleine Snacks im Bahnhof, die Briefmarkenausgabe vor der Postagentur oder auch das Flaschen- und Getränkekästen-Rücknahmesystem im Supermarkt: Sielaff baut die Geräte dafür – oft maßgeschneidert für die Kunden in kleiner Stückzahl. Das Unternehmen ist heute viel breiter aufgestellt als noch vor ein paar Jahren.

Aber: Bis zum Start des KVP-Projekts waren die internen Abläufe immer noch zu sehr auf die Fertigung weniger Produkte in großen Stückzahlen ausgelegt. Wollte Sielaff im immer enger werdenden Wettbewerb bestehen können, musste sich das Unternehmen verbessern. Deshalb wurde mit dem Frankfurter Consulting-Unternehmen das Projekt gestartet, bei dem Abläufe und Organisation neu geordnet wurden.

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