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Korrosionsschutz-Systeme Korrosionsschutz und Prozesssicherheit vereint

| Autor: Stéphane Itasse

Korrosionsschutz-Beschichtungen müssen nicht nur haltbar, sondern auch prozesssicher anzubringen sein und definierte Oberflächeneigenschaften, beispielsweise für Verschraubungen, vorweisen. Ein Hersteller hat hierzu mehrere Neuheiten vorgestellt.

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Besonders deutlich wird die Wirkung des Basecoats Delta-Protekt KL 120 bei schwarzen Topcoats: oben nach einer Belastung von 240, unten nach einer Belastung von 1000 h. Die schwarze Oberfläche bleibt fast unverändert.
Besonders deutlich wird die Wirkung des Basecoats Delta-Protekt KL 120 bei schwarzen Topcoats: oben nach einer Belastung von 240, unten nach einer Belastung von 1000 h. Die schwarze Oberfläche bleibt fast unverändert.
(Bild: Dörken MKS)

Mit seinem neuen Zinklamellen-Basecoat setzt Dörken MKS-Systeme nach eigenen Angaben neue Maßstäbe für Beschichtungssysteme. Bei gleicher Performance sei Delta-Protekt KL 120 um bis zu 30 % ergiebiger als andere Basecoats der Delta-Protekt-Reihe. Das Material ist laut Hersteller kompatibel mit allen Topcoats aus dem Produktportfolio der Delta-MKS-Systeme.

Mit den Systemen würden bei einer Gesamtschichtdicke von 18 µm, abhängig von Schichtaufbau, Geometrie der Teile und Applikationsform, Korrosionsstandzeiten von 1000 h gemäß DIN EN ISO 9227 gegen Rot- und Weißrost prozesssicher im Massenschüttgut erreicht.

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Topcoats nach Salzsprühtest unverändert

Besonders deutlich werde dies bei schwarzen Topcoats. Die schwarze Oberfläche bleibt nach Unternehmensangaben im Salzsprühtest bis 1000 h nahezu unverändert. Der Basecoat biete einen kathodischen Korrosionsschutz durch die Opferwirkung des Zinks. Durch die schuppenartig angeordneten Lamellenschichten komme es zu einem Barriereeffekt, der den Angriff von korrosiven Medien wie Feuchtigkeit und Sauerstoff im Vergleich zu herkömmlichen galvanischen Korrosionsschutzschichten verlangsame. Da außerdem im Beschichtungsvorgang kein Wasserstoff angeboten werde, bestehe keine Gefahr der Wasserstoffversprödung. Die Auswahl der Beschichtungstechnik hänge vom Bauteil ab.

Unterdessen dringt das Electroplating-System des Herstellers weiter am Markt vor. Unternehmen wie Alstom Transport, Brose – Technik für Automobile, Eaton Industries und VW hätten jüngst dafür ihre Freigaben erteilt. Als Gründe führt der Hersteller die Effizienz und Prozesssicherheit bei ökologischer Nachhaltigkeit und hoher Performance an. Auf der Fastener Fair 2015 in Stuttgart präsentierte das Unternehmen das komplette System der Electroplating-Linie Delta-Prozinc – von der Vorbehandlung über zinkbasierte Bäder bis hin zu Passivierungen und Versiegelungen mit und ohne Gleitmittelzusätze.

Electroplating-System kommt voran

Das prozesssichere Oberflächenschutzsystem bietet bei Schichtdicken des galvanischen Überzugs von 8 bis 15 µm einen Korrosionsschutz von mindestens 360 h gegen Überzugskorrosion und 720 h gegen Grundmetallkorrosion (nach DIN EN ISO 9227) sowie optimierte Verschraubungseigenschaften durch die Einstellung definierter Reibwerte, wie es heißt. Es sei vor allem für die Anforderungen von Verbindungselementen im Automobilbau entwickelt worden, bei denen neben dem funktionalen Korrosionsschutz die dekorative Metalloptik ein Vorteil sei. MM

* Weitere Informationen: Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG, 58313 Herdecke, Tel. (0 23 30) 63-2 43, mks@doerken.de

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