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Mensch-Maschine-Kollaboration Kräfte von Industrie-Robotern messen

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Eine neue Generation von Maschinen drängt in die Fabrikhallen: So genannte kollaborierende Roboter (Cobots) arbeiten künftig Hand in Hand mit dem Menschen. Risikobeurteilungen und Messungen müssen nun belegen, dass von der Kraft eines etwaigen Zusammenstoßes keine Gefährdung ausgeht.

Der kollaborative Zweiarm-Roboter Yu-Mi von ABB wurde für die direkte Zusammenarbeit Seite an Seite mit Menschen entwickelt. Sein inhärent sicheres Design prädestiniert ihn für die nahtlose, barrierefreie Integration in Montageanwendungen.
Der kollaborative Zweiarm-Roboter Yu-Mi von ABB wurde für die direkte Zusammenarbeit Seite an Seite mit Menschen entwickelt. Sein inhärent sicheres Design prädestiniert ihn für die nahtlose, barrierefreie Integration in Montageanwendungen.
(Bild: ABB )

Mit dem technischen Fortschritt ändern sich auch die normativen Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Bisher wurden Roboter in Industrieanlagen durch bauliche Maßnahmen abgeschirmt, um Verletzungen von Menschen auszuschließen. Das ist nicht möglich, wenn moderne Cobots beispielsweise schwere Werkstücke anheben und positionieren sollen, damit ein Schweißer leichter daran arbeiten kann. Durch die Nähe zu einem sich schnell bewegenden Roboterarm oder dessen Werkzeug besteht das Risiko von mechanischen Einwirkungen beziehungsweise Verletzungen. Vor diesem Hintergrund wurden die zugehörigen Normen wie EN ISO 10218, Teile 1 und 2 überarbeitet. Zurzeit entsteht die Technical Specification ISO/TS 15066. Diese wird weitergehende Anforderungen spezifizieren – darunter Vorgaben für die Risikobeurteilung sowie biomechanische und ergonomische Anforderungen. Das schließt künftig auch die sicherheitstechnisch erforderlichen Kraftmessungen ein.

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