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Unternehmens-Finanzierung Kredite fließen weiter für den Machinenbau

| Redakteur: Stéphane Itasse

Frankfurt am Main (ug) – Dieter Brucklacher, Noch-Präsident des VDMA, sah auf dem Maschinenbau-Forum in Frankfurt zum Thema „Profitables Wachstum in neuen Märkten“ sowohl Chancen als auch Risiken im Streben nach globaler Geschäftstätigkeit.

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Dr. Dieter Bruck-lacher, VDMA-Präsident (links), und Jürgen Fitschen, Mitglied im Group Executive Committee der Deutschen Bank, während des VDMA-Kongresses „Profitables Wachstum in neuen Märkten“.Bild: Deutsche Bank
Dr. Dieter Bruck-lacher, VDMA-Präsident (links), und Jürgen Fitschen, Mitglied im Group Executive Committee der Deutschen Bank, während des VDMA-Kongresses „Profitables Wachstum in neuen Märkten“.Bild: Deutsche Bank
( Archiv: Vogel Business Media )

Seine Einschätzung: „Ich glaube, dass die Markteintrittsbarriere für viele mittelständische Unternehmen durchaus hoch ist. Wenn sie aber gut vorbereitet am Markt sind, können sie auf all den neuen Märkten gute Ergebnisse erzielen.“ Schließlich schwebe der deutsche Maschinen- und Anlagenbau auf einer Welle des Erfolgs und schlage einen Rekord nach dem anderen.

Gut positionierte Maschinenbauer können auch Abschwung überstehen

Zweifellos werde diese Entwicklung einmal zu Ende gehen. Darauf könnten sich die Unternehmen besser einstellen, wenn sie sich auf allen relevanten Absatzmärkten positionierten.

Dass die Stimmung zwischen den VDMA-Mitgliedern und der Deutschen Bank in den zurückliegenden Jahren nicht zum Besten bestellt war, räumte Jürgen Fitschen, Mitglied im Group Executive Committee des Kreditinstituts, ein. Das Vertrauensverhältnis sei jedoch durch eine Reihe von Gesprächen zwischen der VDMA-Spitze und der Deutschen Bank wieder hergestellt worden.

Deutsche Bank sicher Maschinenbauern Kreditlinien zu

Insbesondere könne er zusichern, dass sein Institut die Kreditlinien aufgrund der aktuellen Bankenkrise nicht kürzen werde und daher die mittelständischen Maschinenbauer weiterhin auf die für die Wachstumsfinanzierung erforderliche Liquidität Zugriff hätten. Fitschen lieferte vor den versammelten Maschinenbauern ein klares Bekenntnis ab: „Machen Sie sich nicht eine Sekunde lang Sorgen darüber, ob die Deutsche Bank in diesem Sektor irgendwie tätig sein wird, was bei Ihnen negativ aufstoßen könnte.“

Martin Becker von der Maschinenbaufirma Gebr. Becker in Wuppertal stellte die Bedeutung von Auslandsmärkten für das strategische Wachstum von mittelständischen Maschinenbauunternehmen dar. Dabei hob er hervor, dass sein Unternehmen in den zurückliegenden 20 Jahren die konjunkturellen Schwankungen auf dem heimischen Markt durch die Ergebnisse der ausländischen Tochterfirmen, die mittlerweile 63 % Anteil am Umsatz haben, glätten konnte.

Skeptischer urteilte Rainer Hundsdörfer von der Michael Weinig AG in Tauberbischofsheim über das Engagement auf hart umkämpften ausländischen Wachstumsmärkten. Erfolgreiche Strategien müssen nach seiner Erfahrung einkalkulieren, dass sich ein Wettbewerb vor allem in Asien formiert, der deutsche Maschinen schamlos kopiert und auf den Wachstumsmärkten China, Indien und Russland sehr präsent ist. Ulrich W. Schamari

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